Bauarbeiten am Pfarrhaus – Jo, wir schaffen das!

Manchmal fühle ich mich zurückversetzt in die Kindheit meines Sohnes. Wie gerne hat er „Bob der Baumeister“ geschaut. Egal wie schwierig es wurde, wie kompliziert die Aufgaben, und mit was für Rückschlägen zu rechnen war, der Spruch hieß immer: Können wir das schaffen? – Jo, wir schaffen das!

Los geht‘s: Städtebau-Mittel wurden bewilligt

Stadtrats-Sitzung am 7. Mai 2020

Nun ja, die erste Hürde hatten wir genommen: Städtebau-Mittel wurden bewilligt. Die Stadträte haben in ihrer Sitzung am 6. Mai übrigens einstimmig ohne Gegenstimme beschlossen, die energetische Sanierung des Pfarrhauses mit einem entsprechenden Eigenanteil zu fördern. Für das entgegen gebrachte Vertrauen und die Investition in die Zukunft bedanken wir uns ganz herzlich.

Damit hatten wir endlich Planungssicherheit und konnten zusammen mit unserem Architekten Felsberg und Bauingenieur Toni Müller endlich konkret die Sanierung angehen.

Rückschlag: Feuchtes Fundament

Der erste Rückschlag ließ nicht lange warten: Bei Probebohrungen wollten wir nach dem Auflagebalken suchen – und ob wir den vielleicht austauschen müssten. Gefunden haben wir stattdessen ein feuchtes Fundament. Die Ursache war dann auch schnell gefunden: Die Klänge vor dem Haus war nicht dicht, Regenwasser wurde an das Haus gespült und versickerte dort, anstatt abzulaufen. Wir mussten die Feuchtigkeit loswerden – nur das stand nicht im Plan, und Kosten waren dafür auch nicht vorgesehen.

Ehrenamtliche helfen – DANKE

Was tun? Wir haben mit vielen Ehrenamtlichen an zwei Wochenenden 1. den Beton in der Klänge aufgemeißelt und weitgehend per Hand ausgeschachtet.

2. wurden die Bodenplatten im Inneren aufgestemmt, so dass die nassen Wände und Fundamente abtrocknen konnten.

3. wurden die Dachrinnen neu gefasst. In den letzten Tagen wurde zusätzlich Drainage am Haus verlegt und angeschlossen sowie die Klänge wieder verfüllt und stabilisiert.

Und ganz nebenbei wurde noch der Dachboden freigeräumt. Bei dieser Aktion sind uns einige interessante Fundstücke in die Arme gefallen, die ein Fachmann jetzt auswerten muss. Und wir haben den Anbau um ein Stockwerk kürzer gemacht – vorerst.

Danke für die tolle Unterstützung

Ich bin sehr, sehr dankbar für das alles, was da bisher gelaufen ist: es hat uns weiter gebracht, in jeder Hinsicht. Danke! – für alle Hilfe, auch für die finanziellen Spritzen, die gekommen sind, seitdem wir z.B. auf Facebook davon berichtet haben.

Es werden nicht die letzten Schwierigkeiten sein, auf dem Weg zum „Neuen Pfarrhaus“, das weiß jeder, der ein über 300 Jahre altes Gebäude saniert.

Aber ich bin sicher: Mit Gottes Hilfe, einer guten Portion Mut, ein bisschen Risikobereitschaft und hoffentlich ganz viel Hilfe dürfen wir sagen:

Jo, wir schaffen das!

Pfarrer Thomas Volkmann
Pfr. Thomas Volkmann ist seit Juni 2018 der geschäftsführende Pfarrer für Tiefenort.