Erntedankfest mit Kirchfest feiern

Zu einem großen Erntedankfest lädt die evangelische Kirchengemeinde Tiefenort alle Gemeindeglieder und Interessierten am 2. Oktober um 14 Uhr in die Peterskirche ein. Dazu haben Christenlehre-Kinder eine kurze Aktion vorbereitet. Auch der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde will mit neuen Liedern zeigen, was in ihm steckt. 

Der Familiengottesdienst steht unter dem Motto „Mit der Erde kannst du spielen“. „Das Thema bewegt gerade ganz viele Menschen: wie wir mit der Erde umgehen, die uns so viel Gutes schenkt. Darauf wollen wir aufmerksam machen zum Erntedankfest, und Danke sagen. Danke den engagierten Tiefenortern, danke aber auch gegenüber Gott, der uns so viel Gutes schenkt“, sagt Pfarrer Thomas Volkmann. 

Im Anschluss lädt die Kirchengemeinde zu Ihrem traditionellen Kirchfest mit Kaffee, Kuchen und Bestem vom Grill ein. Damit soll zugleich auch der Abschluss der Radwegesaison gefeiert werden. Die Peterskirche in Tiefenort ist die bisher einzige Radwege-Kirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach sowie im Wartburgkreis. Sie ist für Besucher gewöhnlich täglich von Ostern bis Erntedank von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch in diesem Jahr bittet die Kirchengemeinde um Erntedank-Gaben. Diese werden an den Ökumenischen Kindergarten St. Elisabeth in Bad Salzungen sowie an die Salzunger Tafel weiter gegeben. „Damit wollen wir gerade in der Krise diejenigen unterstützen, die am stärksten betroffen sind“, sagt Pfr. Thomas Volkmann. Während im Kindergarten noch selbst frisch gekocht wird, werden bei der Tafel vor allem haltbare Lebensmittel nachgefragt. Die Erntedankgaben können gerne bereits am Samstag zwischen 13 und 16 Uhr in die Kirche gebracht werden. Herzlichen Dank!

Wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Ganz viel Spaß hatten die Kinder beim Christenlehre-Abschluss in Tiefenort. Am 1. Juli gab es dort das Singspiel „Mose“ zu sehen, und die beiden Akteure Gaby und Amadeus Eidner verstanden es perfekt, die Kinder mit einzubinden.

Mose-Singspiel begeistert auf ganzer Linie

Sie erzählten die Geschichte zweier Holzwürmer, die von der Arche Noah aus nach Ägypten gekommen waren und dort am Nil strandeten. Die beiden bekamen mit, wie unbarmherzig der ägyptische Herrscher, der Pharao, mit dem Volk der Israeliten umging: Alle Söhne sollten getötet werden. Nur Mose wurde gerettet, weil er in einem Schilfkorb von der Tochter des Pharaos gefunden wurde.

Mose erhält eine königliche Ausbildung u.a. im Rechnen – und so einfach wie mit Eidners haben wir noch nie rechnen gelernt. Eigens für dieses Musical entstand ein „Mathe-Song“, und selbst die großen Kinder und die Erwachsenen waren begeistert.

Pyramidenbau mit Schuhkartons

Hand in Hand arbeiteten die Israeliten damals, um königliche Paläste und Pyramiden zu bauen. Alle waren gefragt, mit anzupacken, um mindestens 160 Schuhkartons zu einer Pyramide im Altarraum zusammenzustellen. Doch zuerst wurden die Aufseher bestimmt – einige Väter bekamen nicht nur den gelben Helm auf, sondern auch eine tragende Rolle zugewiesen.

Hand in Hand arbeiten alle zusammen, um die Pyramide fertigzustellen

Aber schließlich war es Zeit, die Sklavenarbeit zu beenden. Mose bat den Pharao, das Volk ziehen zu lassen – aber der lehnte ab.

Erst nach der 10. Plage ließ er das Volk widerwillig ziehen. Unter einem Tunnel von großen Wassertropfen konnte sich das Volk in Sicherheit bringen. 200 Ballons in Blau und in Weiß schwebten dazu auf die Kinder nieder – was für ein Bild.

Jana Volkmann aus ehrenamtlicher Christenlehre-Arbeit verabschiedet

Nun hieß es Abschied nehmen. Wir haben uns zuerst bei Gaby und Amadeus Eidner für den tollen Nachmittag bedankt. Dann haben wir schweren Herzens Jana Volkmann aus der Christenlehre-Arbeit in Tiefenort verabschiedet. Sie hat seit 2018 unsere drei Christenlehre-Gruppen aufgebaut und geleitet, Familiengottesdienste und Weltgebetstage mit vorbereitet und gefeiert und in der Konfirmandenarbeit tatkräftig unterstützt. Mehr als 35 Kinder hat sie in den Jahren begleitet. Für ihre ehrenamtliche Arbeit – neben der Ausübung ihres Berufs – gebührt ihr unser tiefster Dank.

Ab September werden wir nun die Christenlehre-Arbeit auf neue Füße stellen. Dann dürfen wir Gemeindepädagogin Doreen Pehlert bei uns im Team begrüßen.

Großes Kinder-Mitmach-Musical

Wir freuen uns riesig, am 1. Juli um 16 Uhr Gaby und Amadeus Eidner mit ihrem Singspiel „Mose“ in der Peterskirche in Tiefenort begrüßen zu können. In ihrem Kinder-Mitmach-Musical erzählen sie aus der Perspektive der beiden Holzwürmer Bohra und Bohris, was sie in Ägypten mit Mose erlebt haben.

Mose – wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Dieser Mose ist irgendwie ein besonderer Typ. Geboren und in einem Schilfkörbchen auf dem Nil ausgesetzt, wird er von der Pharaonentochter gefunden und wächst im königlichen Palast auf. Aber er merkt bald, dass er anders ist. Er fühlt mit den Israeliten, die für den Pharao schuften müssen beim Pyramidenbau. Ihm gefällt nicht, wie das Volk geschlagen und unterdrückt wird. Und als er dann auch noch den Auftrag Gottes erhält, das Volk aus der Sklaverei zu befreien…

Für Bohra und Bohris wird es jedenfalls nicht langweilig – und für die Kinder sicherlich auch nicht. Die beiden verstehen es sehr gut, Kinder mit einzubeziehen. Ob man miteinander nicht auch Pyramiden bauen kann – so gaaannzzz große? Bringt dazu einfach einen zugeklebten Schuhkarton mit einer kleinen Süßigkeit mit.

Kaffee & Imbiss im Anschluss

Im Anschluss laden wir herzlich zu Kaffee und einem kleinen Kuchenbuffet ein und bitten um Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Tiefenort.

Schuhkarton-Basteln in Vorbereitung des Mose-Singspiels
Mose im Schilfkörbchen… und viele Kartons als Ziegelsteine für die Pyramiden.
Der brennende Dornbusch – und unsere Ängste…

Wir sind gesegnet, diese Welt zu segnen

Gottesdienst gab Kraft für die Seele

Einen belebenden Gottesdienst hat die evangelische Kirchengemeinde Tiefenort am 3. April gefeiert. Es sollte ein „Gottesdienst für die Seele“ werden, der berührt und inspiriert – und genau ist auch geschehen. „Dieser Gottesdienst hat mir ganz viel Kraft gegeben,“ sagte am Ende Rosemarie Rosenek, und nicht nur sie war voll des Lobes über ein ganz anderes Gottesdienst-Format.

Zur Ruhe kommen, Kerzen anzünden, Kraft schöpfen, gesegnet werden, das war das Konzept, das Pfarrer Thomas Volkmann mit einem Team von Musiker und weiteren Ehrenamtlichen konsequent umgesetzt hat. Schon die Atmosphäre war ganz anders: eine mit Tüchern geschmückte Kirche, viele brennende Kerzen, ein Regenbogen-Bodenbild mit Friedenstauben von den Christenlehre-Kindern. Schöne und moderne Musik erklang von der dreiköpfigen Band: Jochen Wölkner, Aliaksandra Eyring und Pfr. Thomas Volkmann, die auch die flotten Gemeindelieder begleiteten. Karola Gebhardt und Brigitte Kettner trugen inspirierende Texte vor, Erika Drescher las die Segensgeschichte von Abram aus 1. Mose 12, die zugleich Grundlage für die Dialogpredigt zwischen Rosemarie Rosenek und Pfr. Thomas Volkmann war.

Ein Segen sein – was heißt das?

Thema des Gottesdienstes war: Wir sind gesegnet. So wie Abram Gottes Segen erfahren hat, ist auch in uns Gottes Segen angelegt. „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!“ beinhaltet aber zugleich auch den Auftrag, den Segen Gottes weiterzugeben. „Wie ein überquellender Schokoladenbrunnen sind wir Empfangende und Gebende“, meinte Pfr. Thomas Volkmann und verwies auf die vielfältigen Gaben und Fähigkeiten, mit denen wir zum Segen für andere werden können. Dabei kam auch die Situation der ukrainischen Flüchtlinge in den Blick, die aktuell in der Krayenberghalle u.a. von über 75 Helfern betreut werden. Über 20 ukrainische Gäste waren mit im Gottesdienst.

Kerzen anzünden und gesegnet werden

Tief bewegt hat dann die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden und dabei im Gebet an bestimmte Menschen und Situationen zu denken. Gerade für die ukrainischen Gäste war das eine Möglichkeit, ihren Sorgen Ausdruck zu verleihen. Auch die Möglichkeit zur persönlichen Segnung wurde gerne und dankbar angenommen. Ein Song der Band blieb vielen noch lange in den Ohren: Wir sind gesegnet, diese Welt zu segnen. Wie wahr.

Hoffnung und Zukunft in auswegloser Situation

Weltgebetstag 2022

Weltgebetstags-Thema aktueller denn je

Unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ fand am Freitag, 4. März in Tiefenort und am Sonntag, 6. März der diesjährige Weltgebetstags-Gottesdienst statt. Ein Team aus Frauen, Männer und den Konfirmanden haben einen Gottesdienst gestaltet, den das Weltgebetstagskomitee aus England, Wales und Nordirland vorbereitet hat.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Text aus Jeremia 29. Der Prophet Jeremia schreibt dort an die im Exil lebenden Juden, die traurig und niedergeschlagen sind. Sie müssen weit weg von ihrer Heimat, weit weg vom Tempel leben. In dieser für sie ausweglosen Situation sendet Gott eine Botschaft, die durch Jeremia übermittelt wird, an sein Volk. Der Brief gibt den Menschen Hoffnung: „Baut Häuser, pflanzt Gärten… Ich will euch Zukunft und Hoffnung schenken“.

Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe führen lassen

Gott wendet sich dem Volk zu mit einer klaren Botschaft: Vergesst mich nicht, betet zu mir, sucht den Frieden, egal wo ihr seid, dann will ich euch hören und euch Hoffnung und Zukunft schenken, egal ob ihr zu Hause seid oder in deinem fremden Land. Diese Botschaft, die damals 600 Jahre vor Christus an die Juden gerichtet war, ist heute aktueller denn je.

Hoffnungslichter anzünden

In den Gottesdiensten wurde auch die Situation von Groß-Britannien vorgestellt. In ihnen kamen drei Frauen vor, die ebenfalls in einer auswegloser Situation waren. Sie haben erfahren, wie Gott ihnen Zukunft und Hoffnung schenkte. Die Gottesdienstbesucher waren von den Liedern begeistert.

Am Ende des WGT Gottesdienstes wurden Hoffnungslichter mit einem Weltgebetstags-Bändchen verteilt. Wir sollen die Hoffnungslichter als Zeichen für Gottes Liebe an den Orten anzünden, wo sie gebraucht werden.

Herzliche Einladung zu den Christvespern in Tiefenort und Langenfeld

Eintrittskarten – aufgrund begrenzter Platzanzahl

Am 24.12.2021 feiern wir Heilig Abend mit einer Christvesper um 15:30 Uhr in Langenfeld und einer Christvesper mit Krippenspiel in Tiefenort. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen!

Doch in diesem Jahr ist alles anders als noch vor der Pandemie. Angesichts der Corona-Lage haben wir uns in den Gemeindekirchenräten beraten und nach ausführlicher Diskussion entschieden, die beiden Gottesdienste in Langenfeld und in Tiefenort unter den 2G-Regeln durchzuführen. Wir möchten für unsere Besucher dabei größtmögliche Sicherheit gewährleisten. Da es nur eine begrenzte Platzanzahl gibt, werden Eintrittskarten im Vorfeld vergeben. Dabei können sich die Gäste zugleich in eine Teilnehmerliste eintragen.

Für Tiefenort sind die Eintrittskarten erhältlich
am 4. Dezember von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr (Gemeindehaus),
am 5. Dezember nach dem Gottesdienst um 10 Uhr und
am Nikolaustag von von 10 bis 12 und von 16 bis 18 Uhr im Gemeindehaus, Zur Kirche 11, Tiefenort.

In Langenfeld werden die Eintrittskarten am 11.12. von 10-12 und von 14-16 Uhr in der Kirche ausgegeben.

Großartige Bauwerke aus kleinen Steinen

Legotag in Tiefenort machte riesigen Spaß

Es waren wohl mehr als 100 kg Legosteine, die am Samstag zum LEGO-Tag in der evangelischen Kirchengemeinde Tiefenort zum Einsatz kamen. „Bau die Stadt deiner Träume“, hieß es für gut 25 junge Menschen, die zum kreativen Basteln in den Gemeinderaum gekommen waren. Über 100.000 Steine lagen bereit, um verbaut zu werden. Und das war für die acht- bis zwölfjährigen gar nicht so einfach. „Ich hatte extra für diesen Tag geübt,“ sagte beispielsweise Alexander im Vorfeld. Auch wenn es keine Bauzeichnungen gab: die Kinder waren erfinderisch.

Da wurden Häuser komplett mit Inneneinrichtungen ausstaffiert, andere bauten den Eiffelturm oder einen Fernsehturm nach, ergänzt mit den für die jungen Leute ganz wichtigen WiFI-Antennen. Eine andere Gruppe komplettierte einen Flughafen mit Restaurants, Parks und Einkaufläden. Doch immer wieder krachten großartige Bauwerke in sich zusammen und wurden von neuem aufgebaut, verstärkt und gesichert. Dabei konnte man gut sehen, wie sich Fähigkeiten und Gaben entwickelten und manche Partnerschaften sich gegenseitig richtig gut ergänzten. Die Zeit wurde für manchen knapp – ob man rechtzeitig fertig werden würde? Am Schluss konnten 22 Bauwerke betrachtet werden – und einige der aktiven Bastler waren schlicht über sich hinausgewachsen.

Darauf nahm Pfr. Thomas Volkmann schließlich in einem Abschluss-Gottesdienst Bezug. „Wir wollen häufig ganz hoch hinaus, so wie beim Turmbau zu Babel. Nur vergessen wir schnell, dass unsere Fähigkeiten begrenzt sind.“ „Auf was kannst du bauen?“, fragte er in die begeisterte Runde der Gottesdienstbesucher – und spielte dabei auf die Erlebnisse des Vormittags an. „Wir haben viel gelernt: sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen, einander aufzubauen, wenn was zusammenstürzt. Es sind neue Freundschaften entstanden. Und dass es nicht darauf ankommt, der erste zu sein, sondern mutig seinen Weg zu gehen – das fällt nicht so vom Himmel, sondern wird uns von Gott geschenkt,“ meinte der Pfarrer. Wichtig sei im Leben immer wieder, auf das richtige Fundament zu setzen und sich dabei von Gott geliebt zu wissen. „Zu wissen, was gilt und worauf ich mich verlassen kann, ist gerade in diesen Zeiten wichtig,“ spielte er auf die aktuellen Ereignisse in Thüringen und Hanau an. „Genau das hat Jesus uns vorgelebt: Vertrau auf Gott und lebe dieses Vertrauen – auch nach außen, zu deinen Mitmenschen!“

Die Begeisterung für den Legotag sprang auch auf die Besucher des Abschlussgottesdienstes über. „Wir erreichen so auch Menschen, die nicht aktiv zur Kirchengemeinde gehören“, erklärt Susi Heiderich das Phänomen. Sie hat als Gemeindepädagogin 2015 das Konzept für den Legotag entwickelt und kommt seitdem immer wieder in die Gemeinden, um es umsetzen. „Man merkt, ohne Unterstützung geht es nicht. Die ist da. Nicht nur durch den Pfarrer, sondern auch bei den Kirchenältesten und den Eltern,“ zeigte sich Diakonin Jana Volkmann dankbar, die vor Ort ehrenamtlich die Christenlehre leitet. So war es sicher nicht der letzte Legotag, der in Tiefenort angeboten wurde.

Tiefenort wird erste Radwegekirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach

Die Peterskirche in Tiefenort wird am 19. April ganz offiziell zur ersten Radwegekirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach. Sie liegt günstig am Werra-Radweg zwischen Bad Salzungen und Vacha. Wir wollen diesen Anlass mit einer Sternfahrt zur Radwegekirche, einem Festgottesdienst um 14 Uhr und einem großen Gemeindefest im Anschluss begehen, bei denen uns die zahlreichen Vereine in Tiefenort tatkräftig unterstützen werden.

„Immer wieder haben wir während des letzten Jahres Radler und andere Besucher vor der Peterskirche in Tiefenort gesehen, die leider vor verschlossener Tür blieben,“ erzählt Pfr. Thomas Volkmann, wie es zu dem Entschluss kam, Radwegekirche zu werden. „Sehr schnell konnte ich den Gemeindekirchenrat überzeugen: Lasst uns die Kirche öffnen.“

Radwegekirche zu sein, bedeutet zugleich eine verlässlich geöffnete Kirche zu werden. So wird die Kirche zwischen Ostern und Anfang Oktober zwischen 10 und 18 Uhr offen gehalten, um nicht nur den Radfahrern am Werratal-Radweg Gelegenheit zu bieten, in der Peterskirche zu Tiefenort geistlich aufzutanken.

„Dabei geht es uns nicht nur um den touristischen Zweck, sondern wir wollen auch ganz bewusst für geistliche Angebote Sorge tragen. So wird es auch neben einem Gästebuch auch Bibeln, Fürbitt-Angebote und eine Gebetswand geben. Zudem möchten wir jedes Jahr ganz bewusst die Radwege-Saison mit einem speziellen Gottesdienst für Radfahrer eröffnen,“ erklärt Pfr. Thomas Volkmann. Das Konzept geht auf die guten Erfahrungen mit der Radwegekirche in Schwarzburg zurück, wo er zuvor Pfarrer war.

In diesem Jahr wird die Eröffnung der Radwegekirche jedenfalls ein besonderes Erlebnis. Am Sonntag wird eine Radtour (ab 13:15 von Bad Salzungen, Treffpunkt Eingang Puschkinpark/Solewelt) angeboten, bei der neben Pfr. Volkmann und Bürgermeister Klaus Bohl auch einige hochrangige geladene Gäste mitfahren werden.

Ab 14 Uhr wird ein Festgottesdienst gefeiert, in dem sich der neue Propst Tobias Schüfer vorstellt. Anschließend wird das Signet „Verlässlich geöffnete Kirche“ und „Radwegekirche“ an der Kirche angebracht. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. „Natürlich wird das dann ausgiebig gefeiert, die Tiefenorter sind berühmt für ihren Kuchen und die gute Bratwurst,“ freut sich Pfr. Thomas Volkmann schon auf den Termin.

Ein aufrüttelndes Martinsspiel in Tiefenort

Ja, wo kämen wir denn dahin, wenn das jeder so machen würde?

„Ich glaube es nicht! Unser Hauptmann hat seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt!“ – Theresa brachte diesen Satz beim Martinsspiel 2019 in Tiefenort so überzeugend, dass alle wach wurden. Darauf Anna-Maria: „Na ja, vielleicht spinnt er ja doch?“ – „Wie meinst du das?“ „ Man erzählt sich, er würde an diesen Jesus Christus glauben. Der hat doch solche Dinge wie Nächstenliebe gepredigt. Aber wo kommen wir denn da hin, wenn das alle machen würden“. – Die Frage der Konfirmanden regte zum Nachdenken an.

Pfr. Volkmann fragte deshalb in seiner Gottesdienstgemeinde nach. Was wichtig geworden sei: Miteinander teilen? Drei Antworten bekam er: Nö; wir überlegen noch; ja sicher! Was wäre, wenn wir ablehnen oder alle nur zögerlich handeln würden? Oder wenn wir wie Martin die Worte Jesu ernst nehmen würden? Fangen wir an, untereinander zu teilen, uns auszusöhnen, Streit zu schlichten und dem Frieden nachzujagen, wie es in unserer Jahreslosung für 2019 heißt. Erinnern wir uns, was Jesus uns sagt: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Dennwie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lukas 6 – Feldrede).

Setzen wir Zeichen – mit Kerzen und mit Fackeln!

„Ich glaube, unsere Welt wäre ein bisschen heller und freundlicher, wenn es alle so machen würden! Setzen wir dafür heute ein Zeichen: Mit Kerzen und Fackeln!“ rief Pfr. Volkmann zum Laternenumzug mit Fackeln auf – dem gut 300 Tiefenorter folgten – begleitet von der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenort, die den Zug absicherten. Am Ende gab gab es am Schanzehof frische Martinshörnchen zum Teilen – und viele kamen dort noch miteinanander ins Gespräch.

Großer Dank an alle, die beim diesjährigen Martinsumzug mitgewirkt haben: die aktuellen und ehemaligen Konfirmanden als Fackelträger, Martin als „St. Martin“, Aaron, Anna-Maria, Theresa, Laura und Mathilda in ihren Paraderollen im Martinsspiel und Diakonin Jana Volkmann für die Idee und das Einüben des Martinsspiels. Schließlich war Fricka das erste Mal als „St. Martin“ auf dem Pferd der Familie Hörmann. Nicht zu vergessen die Kirchenältesten hinter den Kulissen und dem Bratwurst-Stand. Vielen Dank!

Martinstag am 10. November in Tiefenort

Am 10. November wollen wir St. Martin feiern. Wir laden dazu um 17 Uhr zu einer kleinen Andacht in die Kirche ein. Dort wird uns die Geschichte von St. Martin von Konfirmanden vorgespielt, wir singen typische Martinslieder und hören von der Barmherzigkeit, die ein Christ tun soll.

„Wenn das alle so machen würden – wo kämen wir denn da hin?“ ist die Frage, die uns dann auf dem Martinsumzug durch Tiefenort begleiten soll. Der führt uns dieses Jahr auf andere Wege – wir treffen uns dazu vor der Kirche und gehen über die Carl-Schanz-Straße und das Werrator zum Pflege- und Seniorenheim.

Dazu begleitet uns St. Martin auf seinem Pferd – und die freiwillige Feuerwehr sorgt mit dafür, dass uns nichts passiert. Am Ende werden wir am SchanzeHof Martinshörnchen teilen und laden herzlich zum gemütlichen Ausklang am Grill ein.