Wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Ganz viel Spaß hatten die Kinder beim Christenlehre-Abschluss in Tiefenort. Am 1. Juli gab es dort das Singspiel „Mose“ zu sehen, und die beiden Akteure Gaby und Amadeus Eidner verstanden es perfekt, die Kinder mit einzubinden.

Mose-Singspiel begeistert auf ganzer Linie

Sie erzählten die Geschichte zweier Holzwürmer, die von der Arche Noah aus nach Ägypten gekommen waren und dort am Nil strandeten. Die beiden bekamen mit, wie unbarmherzig der ägyptische Herrscher, der Pharao, mit dem Volk der Israeliten umging: Alle Söhne sollten getötet werden. Nur Mose wurde gerettet, weil er in einem Schilfkorb von der Tochter des Pharaos gefunden wurde.

Mose erhält eine königliche Ausbildung u.a. im Rechnen – und so einfach wie mit Eidners haben wir noch nie rechnen gelernt. Eigens für dieses Musical entstand ein „Mathe-Song“, und selbst die großen Kinder und die Erwachsenen waren begeistert.

Pyramidenbau mit Schuhkartons

Hand in Hand arbeiteten die Israeliten damals, um königliche Paläste und Pyramiden zu bauen. Alle waren gefragt, mit anzupacken, um mindestens 160 Schuhkartons zu einer Pyramide im Altarraum zusammenzustellen. Doch zuerst wurden die Aufseher bestimmt – einige Väter bekamen nicht nur den gelben Helm auf, sondern auch eine tragende Rolle zugewiesen.

Hand in Hand arbeiten alle zusammen, um die Pyramide fertigzustellen

Aber schließlich war es Zeit, die Sklavenarbeit zu beenden. Mose bat den Pharao, das Volk ziehen zu lassen – aber der lehnte ab.

Erst nach der 10. Plage ließ er das Volk widerwillig ziehen. Unter einem Tunnel von großen Wassertropfen konnte sich das Volk in Sicherheit bringen. 200 Ballons in Blau und in Weiß schwebten dazu auf die Kinder nieder – was für ein Bild.

Jana Volkmann aus ehrenamtlicher Christenlehre-Arbeit verabschiedet

Nun hieß es Abschied nehmen. Wir haben uns zuerst bei Gaby und Amadeus Eidner für den tollen Nachmittag bedankt. Dann haben wir schweren Herzens Jana Volkmann aus der Christenlehre-Arbeit in Tiefenort verabschiedet. Sie hat seit 2018 unsere drei Christenlehre-Gruppen aufgebaut und geleitet, Familiengottesdienste und Weltgebetstage mit vorbereitet und gefeiert und in der Konfirmandenarbeit tatkräftig unterstützt. Mehr als 35 Kinder hat sie in den Jahren begleitet. Für ihre ehrenamtliche Arbeit – neben der Ausübung ihres Berufs – gebührt ihr unser tiefster Dank.

Ab September werden wir nun die Christenlehre-Arbeit auf neue Füße stellen. Dann dürfen wir Gemeindepädagogin Doreen Pehlert bei uns im Team begrüßen.

Großes Kinder-Mitmach-Musical

Wir freuen uns riesig, am 1. Juli um 16 Uhr Gaby und Amadeus Eidner mit ihrem Singspiel „Mose“ in der Peterskirche in Tiefenort begrüßen zu können. In ihrem Kinder-Mitmach-Musical erzählen sie aus der Perspektive der beiden Holzwürmer Bohra und Bohris, was sie in Ägypten mit Mose erlebt haben.

Mose – wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Dieser Mose ist irgendwie ein besonderer Typ. Geboren und in einem Schilfkörbchen auf dem Nil ausgesetzt, wird er von der Pharaonentochter gefunden und wächst im königlichen Palast auf. Aber er merkt bald, dass er anders ist. Er fühlt mit den Israeliten, die für den Pharao schuften müssen beim Pyramidenbau. Ihm gefällt nicht, wie das Volk geschlagen und unterdrückt wird. Und als er dann auch noch den Auftrag Gottes erhält, das Volk aus der Sklaverei zu befreien…

Für Bohra und Bohris wird es jedenfalls nicht langweilig – und für die Kinder sicherlich auch nicht. Die beiden verstehen es sehr gut, Kinder mit einzubeziehen. Ob man miteinander nicht auch Pyramiden bauen kann – so gaaannzzz große? Bringt dazu einfach einen zugeklebten Schuhkarton mit einer kleinen Süßigkeit mit.

Kaffee & Imbiss im Anschluss

Im Anschluss laden wir herzlich zu Kaffee und einem kleinen Kuchenbuffet ein und bitten um Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Tiefenort.

Schuhkarton-Basteln in Vorbereitung des Mose-Singspiels
Mose im Schilfkörbchen… und viele Kartons als Ziegelsteine für die Pyramiden.
Der brennende Dornbusch – und unsere Ängste…

Wie Kinder über Frieden denken

Wie denken Kinder über Krieg und Frieden? Was bekommen sie aktuell von den Kriegsereignissen aus der Ukraine mit? Und was kann man machen, damit der Krieg aufhört?

Diese Fragen kamen in der letzten Woche in der Christenlehre auf. Wir haben dabei festgestellt: Kinder bekommen viel mit, aber auch hilflos gegenüber den Ereignissen. Sie fühlen mit denen, die auf der Flucht sind, und wissen auf der anderen Seite nicht, wie sie helfen könnten.

Friedenssymbole helfen da den Kindern, auszudrücken, was sie empfinden. Die Friedenstaube z.B., die sie mit Wünschen und Gebeten beschriften konnten, oder der Regenbogen: das Symbol für Gottes Bund, für seinen Segen und Beistand überall auf der Welt.

Ausgewählte Friedenstauben waren dann im „Gottesdienst für die Seele“ zu bestaunen und prägten die Atmosphäre im Gottesdienst mit.

Zukunft und Hoffnung – Weltgebetstag mit Kindern gefeiert

Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben – was heißt das für uns und unsere Kinder heute? In mehreren Projekttagen haben wir Weltgebetstag mit den Kindern gefeiert und uns zusammen mit den Kindern in der Christenlehre mit dem Thema des Weltgebtstags auseinandergesetzt.

Angefangen haben wir mit der Vorstellung des Landes. England war den Kindern nicht unbekannt, da die meistens in der Schule Englisch lernen. Vor allem Harry Potter ist im England und Weltweit berühmt – und jeder wollte die Krone der „Queen“ aufsetzen. Die Kinder haben ein Plakat mit Bildern über England gestaltet. Sie präsentierten ganz stolz ihre Ergebnisse.

Es durfte auch die gewohnte Tee-Time mit typisch englischen Plätzchen nicht fehlen. Die Kinder haben selbst die typisch englischen Scones geknetet, gebacken und anschließend mit Creme und Marmelade gegessen. Es hat echt leckeeeeeer geschmeckt.

Wir haben beim dritten Projekttag die Geschichte der Verbannung des Volkes Israel nach Babylonien erzählt und den Brief gelesen, den Jeremia den Menschen im fremden Land geschrieben hat. In seinem Brief wendet sich Jeremia an sein Volk und gibt ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Menschen sollen sich in dem fremden Land einrichten, Gärten pflanzen und vor allem an Gott denken. „Suchet der Stadt Bestes, wohin ich euch habe führen lassen“, sagt Gott. Wir waren gespannt: wie hat wohl die Antwort darauf gelautet? Die Kinder schrieben selbst einen Brief … und Jeremia bekam von einigen sogar eine hoffnungsvolle Antwort.

Das „pflanzt Gärten“ haben wir dann umgesetzt und einen Weltgebetstags-Garten mit verschiedenen Blumen angelegt. Mit egeisterung pflanzen die Christenlehre-Kinder Primeln und Bellis, auch Blumenzwiebeln mit Lilien und Gladiolen wurden eingesetzt. Auch die Sonnenblumen bekamen ihren Platz im Beet. Zu guter Letzt durften die Kinder auch einen bepflanzten Blumentopf mit Gartenkräutern mit nach Hause nehmen. Es hat Spaß gemacht, und wir werden im Sommer oder Herbst sehen, was aus unserer Aktion geworden ist.

Oster-Körbchen und Osterpanorama

Osterpanorama

Für unsere Christenlehre-Kinder haben wir ein Osterpanorama organisiert, die wir diese Woche zusammen mit einem kleinen Osterkörbchen in Tiefenort austeilen werden. Das Osterpanorama besteht aus 5 Teilen. Die Bastel-Anleitung findet ihr hier:

Wir würden uns freuen, wenn viele Ihr Osterpanorama zu Ostern in die Kirche bringen. Die Kirche ist ab Karfreitag dazu jeden Tag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Osterfest! Bleiben Sie behütet!

Martinstag mal anders

Dieses Jahr ist alles anders als geplant. Leider können wir dieses Jahr keinen Martinstag durchführen. Dafür möchten wir Euch bitten, zwischen 17 und 20 Uhr Eure Laternen nach draußen oder ins Fenster zu stellen und so an St. Martin zu erinnern.

Dafür haben wir Euch heute eine kleine Bastelanleitung mitgebracht: Sucht Blätter von Bäumen – oder nehmt buntes Transparentpapier. Dann nehmt ihr ein leeres Marmeladenglas. Klebt die Blätter oder das Transparentpapier nach Belieben an die Außenseite des Glases und fixiert das ganze mit einem Geschenkband. Dann stellt ein Teelicht in das Glas – die gibt es auch als LED-Lichter – und fertig ist Eure Laterne.
Bitte passt auf, dass nichts an- oder abbrennen kann!

Viel Spaß damit wünschen Jana und Thomas Volkmann.

Hoffnungsschimmer mit Ballons in den blauen Himmel geschickt

Zweiter Open-Air-Gottesdienst in Tiefenort vor dem Pflegeheim

Die Aufregung und der Schrecken stand wohl allen Beteiligten im Gesicht geschrieben, als am 7. Mai kurz nach 9 Uhr plötzlich im Pflegeheim Schanzehof der Feueralarm anging und nur Minuten später die Feuerwehr mit zwei Einsatzwagen und einer Drehleiter vor der Tür stand. Zum Glück war der Auslöser nur ein vergessenes Backblech gewesen. Doch so bekam der Open-Air-Gottesdienst vor dem Pflegeheim in Tiefenort eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Aber was spräche eigentlich gegen eine Predigt von der Drehleiter in 30 m Höhe, wo sie schon mal vor Ort war? Doch zum Gottesdienst blieben die Kameraden dann doch nicht…

Feuerwehr rückt mit Drehleiter an

Für diesen ersten Gottesdienst nach der Corona-Pause hatten wir uns etwas besonderes ausgedacht. Wir wollten bewusst die Christenlehre-Kinder und die Konfirmanden einbinden – und den Bewohnern im Pflegeheim ein „Ständchen“ bringen. So ermöglichte der Open-Air-Gottesdienst fast 50 Personen auf dem Platz vor dem Schanzehof das Mitfeiern – und die Senioren konnten auf den Balkonen ebenfalls teilnehmen. Unter dem Thema „Hoffnungsschimmer“ haben wir von der Hoffnung erzählt, die uns antreibt. „Wer hätte das gedacht, dass uns das mal zur Sehnsucht wird: Zusammenstehen, dicht gedrängt, sich wohlfühlen, gegenseitig wahrnehmen. All das – gerade nicht möglich. Wir erleben, was die Krise mit uns macht. Wenn uns keiner besucht. Wenn wir keinen auf der Straße treffen. Wenn wir uns allein gelassen fühlen – im Stich gelassen. Doch Gott ist da, Gott ist nah, er lässt keinen allein.“, sagte Pfr. Thomas Volkmann in der Predigt. Diakonin Jana Volkmann ergänzte mit Worten aus dem berühmten Gedicht ‚Spuren im Sand‘: „Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

Ich habe dich getragen

„Genau das ist unsere Hoffnung: Wir werden diese Krise gemeinsam bewältigen und am Ende auch wieder Gemeinschaft erleben. Mit Kontakt, Umarmen, Herzlichkeit. Wir werden erleben, dass wir miteinander im Glauben wachsen, beten und getragen sind.“ machte Pfr. Volkmann deutlich.

Im Vorfeld hatte das Vorbereitungsteam die Bewohner, Christenlehre-Kinder und die Konfirmanden nach ihren Sehnsüchten und Wünschen gefragt, die sie auf Karten schrieben. Jana und Thomas Volkmann brachten diese Wünsche zusammengefasst als Fürbitten vor Gott. Am Ende haben Christenlehre-Kinder, Konfirmanden sowie die Bewohner des Pflegeheims ihre Wünsche und Gebete an gut 80 Luftballons in den Himmel steigen lassen. Es war für alle Beteiligten ein sehr ergreifender Moment, in dem deutlich wurde, wie sehr sich alle nach Gemeinschaft sehnten.

80 Luftballons schweben in den Himmel

Wir wollten bewusst die Sorgen und Nöte der Menschen wahrnehmen und sie in dieser Form vor Gott bringen“, erzählt Pfr. Thomas Volkmann von der Idee dahinter.

„Wir wurden zu dieser besonderen Aktion von Werner König, dem Leiter des Pflegeheims, eingeladen – und haben unser Konzept um einen Open-Air-Gottesdienst mit Kindern erweitert, die in ähnlich angespannter Situation leben und nicht wie gewohnt nach draußen gehen und spielen können.“ Im Pflegeheim gilt seit Mitte März ein striktes Besuchsverbot. Bereits zum 1. April konnte Pfr. Volkmann mit einem Gottesdienst-„Ständchen“ vor der Tür für etwas Abwechslung im Alltag des Pflegeheims sorgen.

Unser Dank für alle Hilfe gilt Heimleiter Werner König und Ergotherpeutin Doreen Jäger, vor allem aber den Kirchenältesten für und Unterstützung und den Kindern und Konfirmanden aus Tiefenort für ihr Mitwirken im Gottesdienst.

Besonderer Open-Air-Gottesdienst vor dem Pflegeheim Tiefenort

Unter dem Motto „Hoffnungsschimmer“ laden wir herzlich zu einem Open-Air-Gottesdienst am 7. Mai um 10 Uhr vor dem Pflegeheim Schanzehof in Tiefenort ein. An diesem Gottesdienst sollen auch Kinder der Christenlehre-Gruppen teilnehmen und Ballons mit Gebeten und Hoffnungs-Wünschen der Senioren, Familien und Kindern in den Himmel steigen lassen. „Wir wurden zu dieser besonderen Aktion von Werner König, dem Leiter des Pflegeheims, eingeladen – und haben das Konzept um einen Open-Air-Gottesdienst mit Kindern erweitert, die in ähnlich angespannter Situation leben und nicht wie gewohnt nach draußen gehen und spielen können.“ Ihre Wünsche, Hoffnungen und Gebete werden wie die der Bewohner auf Karten geschrieben und als Fürbitten im Gottesdienst eine besondere Rolle spielen, ehe sie an Ballons in die Lüfte schweben.

Ballonaktion – Wünsche und Hoffnungen gen Himmel schicken.

Menschen in Pflegeheimen stehen in der besonderen Situation, keinen Besuch empfangen zu können, und sind gleichsam isoliert. Verantwortet wird der Gottesdienst von Pfr. Thomas Volkmann, Diakonin Jana Volkmann und den Kirchenältesten aus Tiefenort. Ansprechpartner im Pflegeheim ist Heimleiter Werner König.

Bereits Anfang April gab es ein Ständchen vor dem Seniorenheim, das für viel Resonanz auch im Ort gesorgt hat.

Mit Osterkörbchen Oster-Hoffnung gebracht

Ganz viel Freude bereiteten Pfr. Thomas Volkmann und seine Kirchenältesten heute den Christenlehre-Kindern und Konfirmanden aus Tiefenort. Anfang der Woche haben Kirchenälteste in einer gemeinsamen Aktion Osterkörbchen gebastelt – natürlich mit ganz viel Abstand zueinander gefertigt. Am Gründonnerstag wurden die Körbchen dann verteilt, an den Häusern geklingelt und überreicht.

An den Osterkörbchen hing eine Osterbotschaft, die deutlich machte: „Du bist nicht vergessen, auch wenn gerade keine Christenlehre oder Konfirmandenstunde stattfinden kann.“ „Ostern erzählt vom Fest der Hoffnung, vom neuen Leben, das möglich sein wird,“ ergänzt Pfr. Thomas Volkmann. „Die Karte macht deutlich: ‚Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden‘. Das soll gefeiert werden, auch wenn das dieses Jahr vielleicht ganz anders passiert.“

Viele Familien waren von dieser Aktion positiv überrascht und haben sich über die Aufmerksamkeit riesig gefreut. Dabei wurde klar: Für viele ist die Situation nicht einfach: Die Kinder zu Hause, die Eltern im Homeoffice oder sogar selbst auf Arbeit, und Spielen und Treffen mit anderen ist nicht so einfach. „Wir wollten deutlich machen: Ostern fällt nicht aus!, verbunden mit dem Signal: Wir sind für Euch da.“

Großartige Bauwerke aus kleinen Steinen

Legotag in Tiefenort machte riesigen Spaß

Es waren wohl mehr als 100 kg Legosteine, die am Samstag zum LEGO-Tag in der evangelischen Kirchengemeinde Tiefenort zum Einsatz kamen. „Bau die Stadt deiner Träume“, hieß es für gut 25 junge Menschen, die zum kreativen Basteln in den Gemeinderaum gekommen waren. Über 100.000 Steine lagen bereit, um verbaut zu werden. Und das war für die acht- bis zwölfjährigen gar nicht so einfach. „Ich hatte extra für diesen Tag geübt,“ sagte beispielsweise Alexander im Vorfeld. Auch wenn es keine Bauzeichnungen gab: die Kinder waren erfinderisch.

Da wurden Häuser komplett mit Inneneinrichtungen ausstaffiert, andere bauten den Eiffelturm oder einen Fernsehturm nach, ergänzt mit den für die jungen Leute ganz wichtigen WiFI-Antennen. Eine andere Gruppe komplettierte einen Flughafen mit Restaurants, Parks und Einkaufläden. Doch immer wieder krachten großartige Bauwerke in sich zusammen und wurden von neuem aufgebaut, verstärkt und gesichert. Dabei konnte man gut sehen, wie sich Fähigkeiten und Gaben entwickelten und manche Partnerschaften sich gegenseitig richtig gut ergänzten. Die Zeit wurde für manchen knapp – ob man rechtzeitig fertig werden würde? Am Schluss konnten 22 Bauwerke betrachtet werden – und einige der aktiven Bastler waren schlicht über sich hinausgewachsen.

Darauf nahm Pfr. Thomas Volkmann schließlich in einem Abschluss-Gottesdienst Bezug. „Wir wollen häufig ganz hoch hinaus, so wie beim Turmbau zu Babel. Nur vergessen wir schnell, dass unsere Fähigkeiten begrenzt sind.“ „Auf was kannst du bauen?“, fragte er in die begeisterte Runde der Gottesdienstbesucher – und spielte dabei auf die Erlebnisse des Vormittags an. „Wir haben viel gelernt: sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen, einander aufzubauen, wenn was zusammenstürzt. Es sind neue Freundschaften entstanden. Und dass es nicht darauf ankommt, der erste zu sein, sondern mutig seinen Weg zu gehen – das fällt nicht so vom Himmel, sondern wird uns von Gott geschenkt,“ meinte der Pfarrer. Wichtig sei im Leben immer wieder, auf das richtige Fundament zu setzen und sich dabei von Gott geliebt zu wissen. „Zu wissen, was gilt und worauf ich mich verlassen kann, ist gerade in diesen Zeiten wichtig,“ spielte er auf die aktuellen Ereignisse in Thüringen und Hanau an. „Genau das hat Jesus uns vorgelebt: Vertrau auf Gott und lebe dieses Vertrauen – auch nach außen, zu deinen Mitmenschen!“

Die Begeisterung für den Legotag sprang auch auf die Besucher des Abschlussgottesdienstes über. „Wir erreichen so auch Menschen, die nicht aktiv zur Kirchengemeinde gehören“, erklärt Susi Heiderich das Phänomen. Sie hat als Gemeindepädagogin 2015 das Konzept für den Legotag entwickelt und kommt seitdem immer wieder in die Gemeinden, um es umsetzen. „Man merkt, ohne Unterstützung geht es nicht. Die ist da. Nicht nur durch den Pfarrer, sondern auch bei den Kirchenältesten und den Eltern,“ zeigte sich Diakonin Jana Volkmann dankbar, die vor Ort ehrenamtlich die Christenlehre leitet. So war es sicher nicht der letzte Legotag, der in Tiefenort angeboten wurde.