Gemeindebrief Sommer 22 erschienen

Im neuesten Gemeindebrief halten wir Rückschau auf die Flüchtlingskrise, erzählen, wie und wo der Helferkreis Tiefenort engagiert war und berichten von unseren Weltgebetstags-Aktionen. Wir bieten Einblicke in unsere Konfirmanden-Arbeit, zeigen Bilder den aktuellen Konfirmationen und der ersten Jubelkonfirmationen in Langenfeld und Tiefenort, und ganz viele andere Themen. Und natürlich fragen wir uns: wo kriegen wir Kraft her in schweren Zeiten?
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Großer Ansturm beim Schul-Anfangs-Gottesdienst in Tiefenort

In der kunstvoll geschmückten Kirche konnten wir am Freitagabend zum Schulanfangs-Gottesdienst 84 Erwachsene und gut begeisterte 20 Kinder zählen. Unter dem Thema „Mögen Engel dich begleiten“ erzählten Jana und Thomas Volkmann, was Engel sind und dass Engel nicht immer Flügel haben müssen. Sie machten deutlich: Engel haben eine Botschaft und einen Auftrag; sie wollen daran erinnern, dass Gott uns sieht und mitgeht. Das Lied „Mögen Engel dich begleiten“ von Jürgen Grote passte dazu sehr gut.

Anschließend wurden die Schulanfänger mit ihren Eltern und die Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen eingesegnet und bekamen einen Schutz-Engel-Anhänger geschenkt. Mit dabei waren auch die Konfirmanden des Jahrgangs 2020, die am 13. September konfirmiert werden – sie gaben ihre Ausarbeitungen zur Konfirmanden-Prüfung ab.

Der Gottesdienst hat nicht nur den Akteuren sichtbar Spaß gemacht, er fand auch großen Anklang bei den Besuchern, wie viele Gespräche vor der Kirche zeigten. Dort wurden auch die ersten Absprachen getroffen, wie es mit der Christenlehre (kitie’s kids) und dem neuen Konfirmanden-Kurs weitergeht.

Hoffnungsschimmer mit Ballons in den blauen Himmel geschickt

Zweiter Open-Air-Gottesdienst in Tiefenort vor dem Pflegeheim

Die Aufregung und der Schrecken stand wohl allen Beteiligten im Gesicht geschrieben, als am 7. Mai kurz nach 9 Uhr plötzlich im Pflegeheim Schanzehof der Feueralarm anging und nur Minuten später die Feuerwehr mit zwei Einsatzwagen und einer Drehleiter vor der Tür stand. Zum Glück war der Auslöser nur ein vergessenes Backblech gewesen. Doch so bekam der Open-Air-Gottesdienst vor dem Pflegeheim in Tiefenort eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Aber was spräche eigentlich gegen eine Predigt von der Drehleiter in 30 m Höhe, wo sie schon mal vor Ort war? Doch zum Gottesdienst blieben die Kameraden dann doch nicht…

Feuerwehr rückt mit Drehleiter an

Für diesen ersten Gottesdienst nach der Corona-Pause hatten wir uns etwas besonderes ausgedacht. Wir wollten bewusst die Christenlehre-Kinder und die Konfirmanden einbinden – und den Bewohnern im Pflegeheim ein „Ständchen“ bringen. So ermöglichte der Open-Air-Gottesdienst fast 50 Personen auf dem Platz vor dem Schanzehof das Mitfeiern – und die Senioren konnten auf den Balkonen ebenfalls teilnehmen. Unter dem Thema „Hoffnungsschimmer“ haben wir von der Hoffnung erzählt, die uns antreibt. „Wer hätte das gedacht, dass uns das mal zur Sehnsucht wird: Zusammenstehen, dicht gedrängt, sich wohlfühlen, gegenseitig wahrnehmen. All das – gerade nicht möglich. Wir erleben, was die Krise mit uns macht. Wenn uns keiner besucht. Wenn wir keinen auf der Straße treffen. Wenn wir uns allein gelassen fühlen – im Stich gelassen. Doch Gott ist da, Gott ist nah, er lässt keinen allein.“, sagte Pfr. Thomas Volkmann in der Predigt. Diakonin Jana Volkmann ergänzte mit Worten aus dem berühmten Gedicht ‚Spuren im Sand‘: „Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

Ich habe dich getragen

„Genau das ist unsere Hoffnung: Wir werden diese Krise gemeinsam bewältigen und am Ende auch wieder Gemeinschaft erleben. Mit Kontakt, Umarmen, Herzlichkeit. Wir werden erleben, dass wir miteinander im Glauben wachsen, beten und getragen sind.“ machte Pfr. Volkmann deutlich.

Im Vorfeld hatte das Vorbereitungsteam die Bewohner, Christenlehre-Kinder und die Konfirmanden nach ihren Sehnsüchten und Wünschen gefragt, die sie auf Karten schrieben. Jana und Thomas Volkmann brachten diese Wünsche zusammengefasst als Fürbitten vor Gott. Am Ende haben Christenlehre-Kinder, Konfirmanden sowie die Bewohner des Pflegeheims ihre Wünsche und Gebete an gut 80 Luftballons in den Himmel steigen lassen. Es war für alle Beteiligten ein sehr ergreifender Moment, in dem deutlich wurde, wie sehr sich alle nach Gemeinschaft sehnten.

80 Luftballons schweben in den Himmel

Wir wollten bewusst die Sorgen und Nöte der Menschen wahrnehmen und sie in dieser Form vor Gott bringen“, erzählt Pfr. Thomas Volkmann von der Idee dahinter.

„Wir wurden zu dieser besonderen Aktion von Werner König, dem Leiter des Pflegeheims, eingeladen – und haben unser Konzept um einen Open-Air-Gottesdienst mit Kindern erweitert, die in ähnlich angespannter Situation leben und nicht wie gewohnt nach draußen gehen und spielen können.“ Im Pflegeheim gilt seit Mitte März ein striktes Besuchsverbot. Bereits zum 1. April konnte Pfr. Volkmann mit einem Gottesdienst-„Ständchen“ vor der Tür für etwas Abwechslung im Alltag des Pflegeheims sorgen.

Unser Dank für alle Hilfe gilt Heimleiter Werner König und Ergotherpeutin Doreen Jäger, vor allem aber den Kirchenältesten für und Unterstützung und den Kindern und Konfirmanden aus Tiefenort für ihr Mitwirken im Gottesdienst.

Ein aufrüttelndes Martinsspiel in Tiefenort

Ja, wo kämen wir denn dahin, wenn das jeder so machen würde?

„Ich glaube es nicht! Unser Hauptmann hat seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt!“ – Theresa brachte diesen Satz beim Martinsspiel 2019 in Tiefenort so überzeugend, dass alle wach wurden. Darauf Anna-Maria: „Na ja, vielleicht spinnt er ja doch?“ – „Wie meinst du das?“ „ Man erzählt sich, er würde an diesen Jesus Christus glauben. Der hat doch solche Dinge wie Nächstenliebe gepredigt. Aber wo kommen wir denn da hin, wenn das alle machen würden“. – Die Frage der Konfirmanden regte zum Nachdenken an.

Pfr. Volkmann fragte deshalb in seiner Gottesdienstgemeinde nach. Was wichtig geworden sei: Miteinander teilen? Drei Antworten bekam er: Nö; wir überlegen noch; ja sicher! Was wäre, wenn wir ablehnen oder alle nur zögerlich handeln würden? Oder wenn wir wie Martin die Worte Jesu ernst nehmen würden? Fangen wir an, untereinander zu teilen, uns auszusöhnen, Streit zu schlichten und dem Frieden nachzujagen, wie es in unserer Jahreslosung für 2019 heißt. Erinnern wir uns, was Jesus uns sagt: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Dennwie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lukas 6 – Feldrede).

Setzen wir Zeichen – mit Kerzen und mit Fackeln!

„Ich glaube, unsere Welt wäre ein bisschen heller und freundlicher, wenn es alle so machen würden! Setzen wir dafür heute ein Zeichen: Mit Kerzen und Fackeln!“ rief Pfr. Volkmann zum Laternenumzug mit Fackeln auf – dem gut 300 Tiefenorter folgten – begleitet von der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenort, die den Zug absicherten. Am Ende gab gab es am Schanzehof frische Martinshörnchen zum Teilen – und viele kamen dort noch miteinanander ins Gespräch.

Großer Dank an alle, die beim diesjährigen Martinsumzug mitgewirkt haben: die aktuellen und ehemaligen Konfirmanden als Fackelträger, Martin als „St. Martin“, Aaron, Anna-Maria, Theresa, Laura und Mathilda in ihren Paraderollen im Martinsspiel und Diakonin Jana Volkmann für die Idee und das Einüben des Martinsspiels. Schließlich war Fricka das erste Mal als „St. Martin“ auf dem Pferd der Familie Hörmann. Nicht zu vergessen die Kirchenältesten hinter den Kulissen und dem Bratwurst-Stand. Vielen Dank!

Martinstag am 10. November in Tiefenort

Am 10. November wollen wir St. Martin feiern. Wir laden dazu um 17 Uhr zu einer kleinen Andacht in die Kirche ein. Dort wird uns die Geschichte von St. Martin von Konfirmanden vorgespielt, wir singen typische Martinslieder und hören von der Barmherzigkeit, die ein Christ tun soll.

„Wenn das alle so machen würden – wo kämen wir denn da hin?“ ist die Frage, die uns dann auf dem Martinsumzug durch Tiefenort begleiten soll. Der führt uns dieses Jahr auf andere Wege – wir treffen uns dazu vor der Kirche und gehen über die Carl-Schanz-Straße und das Werrator zum Pflege- und Seniorenheim.

Dazu begleitet uns St. Martin auf seinem Pferd – und die freiwillige Feuerwehr sorgt mit dafür, dass uns nichts passiert. Am Ende werden wir am SchanzeHof Martinshörnchen teilen und laden herzlich zum gemütlichen Ausklang am Grill ein.

Konfirmanden-Exkursion

„Auf den Spuren Martin Luthers“ war das Thema an diesem Samstag für die Konfirmanden. Wo stammt Luther her – was hat ihn auf die Wartburg gebracht – und was bedeutet Luther eigentlich für uns heute noch? All das wollten wir in Erfahrung bringen. Wir haben uns dazu an Pfr. i.R. Christoph Martin Neumann gewandt, ein Lutherkenner, der nicht nur am Geburtstag Martin Luthers (10.11.) das Licht der Welt erblickte, sondern auch noch im Jubiläumsjahr (400 Jahre nach dem Luthers Tod 1946). Er begrüßte uns zunächst am Stammort in Möhra, wo er selbst über 20 Jahre Dienst tat. Und erzählte uns vom Lutherdenkmal, Luthers Eltern und von der sagenhaften Entführung Luthers auf die Wartburg. Er zeigte uns das Stammhaus Luthers, und führte uns das sagenhafte Bänkellied von der Entführung Luthers mit alten Bildern in der Kirche vor.

Unsere zweite Station führte uns auf die Wartburg. Dort erlebten wir eine spezielle Lutherführung und konnten in aller Ruhe die Lutherstube, die alte Bibliothek und die anderen Ausstellungsräume begutachten. Aufgelockert wurde auch hier unser Erleben durch musikalische Einlagen von Christoph Neumann, der uns die Geschichte auf seine Weise nahebrachte. Für uns alle ein total interessanter Vormittag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Dafür noch einmal ganz herzlichen Dank!

Tolles Klima beim Konfirmanden-Start-Up

Ein aufregendes Wochenende liegt hinter den Konfirmanden aus Langenfeld und Tiefenort. 24 Stunden haben sich unsere 16 Jugendlichen beim Konfirmanden-Start-Up intensiv miteinander und auch thematisch beschäftigt und dabei viel über sich und die Umwelt gelernt. Wie können wir Schöpfung bewahren und etwas fürs Klima tun?, war die zentrale Frage an diesem Wochenende am Ev. Gemeindehaus in Tiefenort.

Dazu hatte Pfr. Thomas Volkmann extra einen Referenten der BUND-Jugend aus Jena organisiert. Max Ramezani begeisterte die Jugendlichen mit abwechslungsreichen Methoden zum Kennenlernen und brachte die Konfirmanden auch ins Nachdenken. Zwar gab es viele gute Antworten auf die Einstiegsfrage: „Wie viel wisst ihr denn bereits über den Klimawandel“, manches überraschte die Kinder dann aber doch, als es zum Beispiel darum ging, wie viel CO2 pro Jahr die Deutschen im Allgemeinen ausstoßen und wie man das verringern könnte. Besonders eindrucksvoll war der Vergleich der Weltbevölkerung und ihrer Klima-Bilanz: weniger als 20% stoßen mehr als 80% gefährliche Klimaemissionen aus. Und das das bevölkerungsreichste Land (Indien) nur pro Kopf 1 Tonne statt 11 Tonnen CO2 ausstößt. Mit einem Klima-Bingo machte Max Ramezani dann klar, wie kleine Dinge zur Rettung der Schöpfung im Alltag gut gelingen könnten – gemeinsam suchten die Konfirmanden nach weiteren praktikablen Lösungen.

Noch am Abend machten sich die Konfirmanden auf den Weg durch den Wald um Tiefenort. Ihr Weg führte sie entlang an den von Sturm Friederike gezogenen Schneisen und ließ sie entdecken, was den Wald aktuell mit schädigt: Sturm und Schädlinge sind auch eine Folge des Klimawandels.

Am nächsten Morgen brach die Gruppe dann auf in den Naturpark Hainich. Im Kletterwald konnten die Jugendlichen sich und ihre Fähigkeiten ganz neu kennen lernen. Weil sie aufeinander achten und sich immer wieder helfen mussten, entstand ein ganz neues Gruppengefühl. Einige testeten ihre Grenzen und Leistungsreserven aus, andere powerten sich so aus, dass sie am Ende von den Bäumen gepflückt werden mussten. Trotzdem war es für sie ein beglückendes Erlebnis: „Ich hab es mir vorgenommen, ich hab es geschafft,“ meinte am Ende Anna Maria Stietzel ziemlich fertig, aber glücklich, und die anderen stimmten ihr nickend zu.

Konfirmanden-Start-Up

Hallo Konfis!

Diesen Freitag, am 6. September 2019, geht es los! Eure Konfi-Zeit beginnt.

Wir laden euch ein zu einem ganz besonderen Wochenende, mit ganz viel Spiel, Spannung, Workshops, Grillabend, Konfi-Kino, Nachtwanderung, Übernachtung, Frühstück und am Samstag in den Kletterwald Heinich.

Das wird ein ereignisreiches Wochenende – ich freu mich jedenfalls auf Euch!

Wir fangen am Freitag pünktlich um 16.00 Uhr mit Programm an. Dazu kommt extra ein Referent aus Erfurt vom BUND, um mit uns zu arbeiten.

Was ihr mitbringen solltet:

  • Isomatten und Schlafsäcke für eure Übernachtung im Haus
  • 1 Hefter für das Arbeitsmaterial
  • Stifte/Schere/Kleber als Standard-Ausrüstung.

Für Freitag und Samstag braucht ihr festes Schuhwerk auch für unbefestigte Wege, ordentliche Kleidung, die Outdoor euch schützt, eine Flasche zum Wiederbefüllen zum Trinken und eine Butterbrotsdose für euer Lunchpaket am Samstag.

Euer Kostenbeitrag für das Wochenende mit allen Eintritten und Aktionen beträgt 25,- €

Herzliche Einladung zu unserem Konfi-Projekt 2019-2020 – Eltern-Abend am 26. Juni

Ich möchte Euch ganz herzlich zu unserem Konfi-Projekt eingladen. Zusammen mit etwa 20 anderen jungen Menschen erleben wir gemeinsam ganz viel Spaß und Aktion, und ganz wie von selbst lernst du mehr über dich, den Glauben an Jesus Christus und triffst wichtige Entscheidungen für das Leben, das vor dir liegt. Hier will ich dir und deinen Eltern erklären, warum ich von unserem Konfirmanden-Modell so überzeugt bin.

Erlebnisorientierte Konfirmandenarbeit

Wir haben ein modernes Konfirmanden-Modell entwickelt, das bereits mehrfach in vielen Gemeinden erprobt und sehr erfolgreich umgesetzt wurde. Bei diesem „erlebnisorientierten Konfirmandenunterricht“ arbeiten ganz viele Menschen mit: Eltern, Jugendliche und ehemalige Konfirmanden werden sich immer wieder einbringen, mitarbeiten und in Kleingruppen zum Gespräch und Austausch bereitstehen. Dazu laden wir auch Fachreferenten ein und besuchen bei Exkursionen andere Lern-Orte. Ergebnisse unserer Treffen bringen wir immer wieder in Gottesdiensten ein und lassen so die Gemeinde teilhaben an dem, was wir erleben. Um die nötige Zeit zu haben, findet der Unterricht 1x im Monat freitags zwischen 16-19 Uhr statt. Dazu gehört 1 Startup-Wochenende und eine Konfirmandenfreizeit. Hier die Übersicht für das Jahr 2019-2020 (Stand Juni 2019)

Mehr erfährst du unter https://kitie.de/konfirmanden-projekt/

Hier unsere Termine ab September 2019:

Die Anmeldung zum Konfirmandenunterricht erfolgt mit Kopie der Tauf- und Geburtsurkunde am
Informations- und Elternabend
am Mittwoch, 26. Juni 2019 um 19.00 Uhr
im Gemeindehaus in Tiefenort, Ernst-Thälmann-Str. 5. Eine gute Gelegenheit für Konfis und Eltern&Paten, das Haus kennen zu lernen, und natürlich auch Fragen und Termine zu klären.

Konfirmation 2019

Neun junge Leute wurde am 12. Mai in der Peterskirche in Tiefenort konfirmiert. Ein Fest für die Jugendlichen, geehrt mit einem vollen Haus, toller Musik dank den Sängerinnen und Sängern von Klankvolk unter Leitung von Fr. Woelkner. Dazu eine Predigt, die zum Nachdenken anregt.

Den Link zur Predigt finden Sie hier.