Himmelfahrt in Langenfeld

Knapp 200 Menschen haben zu Christi Himmelfahrt einen großen Open-Air-Gottesdienst anlässlich der 725-Jahr-Feier von Langenfeld gefeiert, von dem sogar im Thüringen-Journal berichtet wurde.

Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler hat dazu eine interessante Predigt gehalten. „Der Volksmund sagt: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Naja. Da liegt es doch nahe, am Himmelfahrtstag auf die Wahrheit der – nein, … sondern der Kinder zu hören.“

Ihre Kernfrage war: Wie kann man den Himmel erden? Wenn Gott im Himmel wohnt, warum fällt er dann nicht herunter? „Weil Gott in einer Hütte wohnt, sagt ein Kind zu seinem Vater. Die Hütte steht auf Ziegelsteinen. Auf großen, schweren, dicken Ziegelsteinen. Die halten sie fest! Diese Hütte reicht hoch bis in die Wolken, aber sie steht fest auf der Erde.“

Wer Gott denkt, schaut nach oben, meinte die Regionalbischöfin, und fuhr fort: „Und wie gut tut dies vor allem in dieser Zeit: mal in den Himmel schauen zu können, wenn auf der Erde gerade Kriege toben und Menschen auf der Flucht vor Bomben und Raketen sind. Himmelfahrt bedeutet: Gott hält den Himmel für uns offen. Es ist Zeit zum Aufschauen! Der Blick in den Himmel schärft den Blick für die Erde. Wer genug gehimmelt ist, hat neue Kraft für das, was ihm vor den Füßen liegt.“

Hier hat Gottes Hütte das Fundament, unter uns. Hier und dort seine Hütte, Gottes Wohnung bei den Menschen. Und einer der Steine seiner Hütte seit 725 Jahren in Langenfeld. Ein dreiviertel Jahrtausend Geschichte Gottes vor Ort. Möglichkeit, ihm hier zu begegnen: Gott ist hier!

Viele Besucher waren angetan von der Musik – der Männergesangverein Langenfeld und die Blaskapelle Leimbach unterstützten uns und den Gebeten – Pfr. Rudolf Mader aus Möhra herzlichen Dank dafür. Etliche Menschen nutzten anschließend die Gelegenheit, mit ihr ins Gespräch zu kommen und sich mit einer Bratwurst und Getränken zu versorgen.