Molters einzigartiges Passions-Oratorium wird in Tiefenort aufgeführt

An diesem Samstag (5. März) wird um 16 Uhr in Molters Geburtsort Tiefenort sein einziges Passions-Oratorium „Höchst schmerzensvoller Tag“ aufgeführt. „Wir sind froh, dass wir dafür das 16-köpfige Ensemble „CamerataBachiensis“ engagieren konnten“, sagt Pfr. Thomas Volkmann. Die preisgekrönten Musiker haben sich auf „Alte Musik“ der Zeit um Bach und Telemann spezialisiert und für ihre Auftritte und Musikeinspielungen bereits mehrere Preise bekommen.

Molter gehört zu den großen Barock-Komponisten neben Johann Sebastian Bach und Telemann

Johann Melchior Molter gehört an der Seite von Johann Sebastian Bach, Telemann und Vulpius zu den Größen des Hochbarocks, deren Wurzeln im Thüringischen Tiefenort liegen. Hier geboren und aufgewachsen, macht er bald Karriere: über Eisenach und Meiningen wird er schließlich Hofkapellmeister in Karlsruhe. Gemeinsam mit Bach und Telemann versucht er, mit Mitteln der Musik die Ideen der Reformation – und damit Gottes Wort – zu Gehör und unter das Volk zu bringen.

Fast 600 Kompositionen hat er geschrieben, darunter 170 Sinfonien, Vokalmusik wie Opern und Oratorien sowie Kantaten und ein breitgefächertes Spektrum an Instrumentalmusik. Molter wurde am 10. Februar 1696 in Tiefenort geboren und in der Peterskirche getauft. Am 12. Januar vor 257 Jahren (1765) ist Molter gestorben. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Kirche an den Tiefenorter Barock-Komponisten.

Ein Oratorium für die Passionszeit

Das geistliche Oratorium unter dem Titel „Höchst schmerzensvoller Tag“ ist Molters einziges Passionsoratorium. „Es gehört eindeutig in die Passionszeit,“ sagt Anne Kaun vom Ensemble CamerataBachiensis, „wir sind froh, dass wir dies auch jetzt in der Passionszeit aufführen können.“

Konzert-Highlight

Es singen und musizieren Julia Sophie Wagner (für die erkrankte Isabel Schicketanz) (Sopran), Susanne Langner (Alt), Benjamin Glaubitz (Tenor) und Karsten Müller (Bass) sowie das Ensemble für Alte Musik „Camerata Bachiensis“ mit Roberto De Franceschi an der Barockoboe und Traversflöte, Anne Kaun,(Barockvioline und -viola), Magdalena Schenk-Bader (Barockvioline und -viola) und Julia Chmielewska-Ulbrich (Historische Tasteninstrumente) und weiteren Musikern. Mehr über das Ensemble erfahren Sie unter https://www.cameratabachiensis.com/de/.

CamaerataBachiensis (Foto Miodrag Misha Pipercic) (mit freundlicher Genehmigung)

Das Konzert dauert ca. 75 Minuten (ohne Pausen); insgesamt stehen 160 Plätze in der Peterskirche in Tiefenort für Besucher zur Verfügung. Der Eintritt ist frei – um eine herzliche Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.