Kirchengemeinden gehen in den Lockdown

In Tiefenort und Langenfeld finden ab sofort und bis zum 10. Januar keine evangelischen Präsenzgottesdienste statt. „Wir folgen damit der ‚dringenden Empfehlung‘ des Gesundheitsamts“, sagt Pfr. Thomas Volkmann, „auf Gottesdienste unter freiem Himmel zu verzichten.“ Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen haben die Gemeindekirchenräte in beiden Orten einstimmig beschlossen, auch kirchlicherseits in den Lockdown zu gehen.

Damit finden auch an Heiligabend und den Weihnachtstagen sowie zu Silvester und Neujahr keine Veranstaltungen statt, an denen Menschen an einem Ort zusammengekommen wären. „Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass Gottesdienstbesucher und (ehrenamtliche) Mitarbeiter sich anstecken könnten“, macht er die Entscheidung deutlich. „Wir haben Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen – auch das ist gelebte Nächstenliebe.“

Die Entscheidung fiel den Verantwortlichen nicht leicht, dennoch gehen die Gemeinden diesen Schritt. Immerhin waren die Planungen für die Open-Air-Gottesdienste schon fertig.

Nun arbeitet ein Team mit Hochdruck daran, Weihnachten auf andere Art in die Häuser der Menschen zu bringen. Dazu ist in den letzten Tagen ein Advents-Singen aus Tiefenort aufgenommen und bei youtube eingestellt worden; ebenso auch eine Orgel-Andacht zum 4. Advent. Auch zu Weihnachten soll eine Botschaft eingestellt werden, zu sehen über die Kirchenwebseite www.kitie.de.

In beiden Gemeinden wird eingeladen, ein Licht für alle Betroffenen der Corona-Pandemie ins Fenster zu stellen und für sie zu beten: In Langenfeld läuten dazu um 18 Uhr die Glocken, in Tiefenort ist das Corona-Läuten bereits seit Frühjahr jeden Tag um 21 Uhr zu hören.