Vanuatu – worauf baust Du?

Kreativer Gottesdienst zum Weltgebetstag aus Tiefenort

Es ist eines der letzten Paradiese dieser Welt: Vanuatu, das Land, aus dem die Liturgie für den Weltgebetstag 2021 kommt. Das Weltgebetstags-Team aus Tiefenort hat dazu einen kreativen Gottesdienst gestaltet, der auf www.kitie.de online geschaut werden kann.

„Wir haben uns gefragt, wie wir sowohl das Land und seine Probleme, aber auch das Thema besonders bildreich umsetzen können,“ erzählt Jana Volkmann, die viele der kreativen Ideen eingebracht hat. Sie erzählt von Vanuatu, als wäre es das Paradies auf Erden mit seinem Reichtum an Pflanzen und Tieren, den Fischen und Korallen. Zugleich macht der Gottesdienst darauf aufmerksam, wie verletzlich das Paradies ist, wenn das Klima sich ändert und die Wirbelstürme immer heftiger werden.

Das Paradies wird von Klimaveränderung bedroht

Es verweist auf das biblische Thema aus Matthäus 7: „Worauf baust du? Auf welche Steine, auf welches Fundament können wir bauen, wenn die Stürme im Leben kommen, oder hast du auf Sand gebaut? Was macht unseren Glauben, unser Handeln aus – auf welcher Grundlage entscheiden wir?“ Einige Frauen aus Tiefenort erzählen, was ihr Fundament im Leben ist, und legen ihre Steine zu einem Fundament des Glaubens zusammen.

Auf diese Steine können wir bauen

„Uns ist wichtig, Gemeindeglieder und Konfirmanden zu beteiligen und Gemeinde teilhaben zu lassen,“ ergänzt Pfr. Thomas Volkmann. So wurde Gottesdienst im kleinen Maßstab gefeiert und per Video aufgezeichnet.

Wir hatten beim Dreh ganz viel Spaß – ich denke, das kommt in manchen Momenten auch richtig gut zum Ausdruck. Wir wünschen ganz viel Freunde beim Anschauen!

Hier der Link zum Video: https://youtu.be/y9-2fS-WeRM

Tolles Klima beim Konfirmanden-Start-Up

Ein aufregendes Wochenende liegt hinter den Konfirmanden aus Langenfeld und Tiefenort. 24 Stunden haben sich unsere 16 Jugendlichen beim Konfirmanden-Start-Up intensiv miteinander und auch thematisch beschäftigt und dabei viel über sich und die Umwelt gelernt. Wie können wir Schöpfung bewahren und etwas fürs Klima tun?, war die zentrale Frage an diesem Wochenende am Ev. Gemeindehaus in Tiefenort.

Dazu hatte Pfr. Thomas Volkmann extra einen Referenten der BUND-Jugend aus Jena organisiert. Max Ramezani begeisterte die Jugendlichen mit abwechslungsreichen Methoden zum Kennenlernen und brachte die Konfirmanden auch ins Nachdenken. Zwar gab es viele gute Antworten auf die Einstiegsfrage: „Wie viel wisst ihr denn bereits über den Klimawandel“, manches überraschte die Kinder dann aber doch, als es zum Beispiel darum ging, wie viel CO2 pro Jahr die Deutschen im Allgemeinen ausstoßen und wie man das verringern könnte. Besonders eindrucksvoll war der Vergleich der Weltbevölkerung und ihrer Klima-Bilanz: weniger als 20% stoßen mehr als 80% gefährliche Klimaemissionen aus. Und das das bevölkerungsreichste Land (Indien) nur pro Kopf 1 Tonne statt 11 Tonnen CO2 ausstößt. Mit einem Klima-Bingo machte Max Ramezani dann klar, wie kleine Dinge zur Rettung der Schöpfung im Alltag gut gelingen könnten – gemeinsam suchten die Konfirmanden nach weiteren praktikablen Lösungen.

Noch am Abend machten sich die Konfirmanden auf den Weg durch den Wald um Tiefenort. Ihr Weg führte sie entlang an den von Sturm Friederike gezogenen Schneisen und ließ sie entdecken, was den Wald aktuell mit schädigt: Sturm und Schädlinge sind auch eine Folge des Klimawandels.

Am nächsten Morgen brach die Gruppe dann auf in den Naturpark Hainich. Im Kletterwald konnten die Jugendlichen sich und ihre Fähigkeiten ganz neu kennen lernen. Weil sie aufeinander achten und sich immer wieder helfen mussten, entstand ein ganz neues Gruppengefühl. Einige testeten ihre Grenzen und Leistungsreserven aus, andere powerten sich so aus, dass sie am Ende von den Bäumen gepflückt werden mussten. Trotzdem war es für sie ein beglückendes Erlebnis: „Ich hab es mir vorgenommen, ich hab es geschafft,“ meinte am Ende Anna Maria Stietzel ziemlich fertig, aber glücklich, und die anderen stimmten ihr nickend zu.