Martinstag mal anders

Dieses Jahr ist alles anders als geplant. Leider können wir dieses Jahr keinen Martinstag durchführen. Dafür möchten wir Euch bitten, zwischen 17 und 20 Uhr Eure Laternen nach draußen oder ins Fenster zu stellen und so an St. Martin zu erinnern.

Dafür haben wir Euch heute eine kleine Bastelanleitung mitgebracht: Sucht Blätter von Bäumen – oder nehmt buntes Transparentpapier. Dann nehmt ihr ein leeres Marmeladenglas. Klebt die Blätter oder das Transparentpapier nach Belieben an die Außenseite des Glases und fixiert das ganze mit einem Geschenkband. Dann stellt ein Teelicht in das Glas – die gibt es auch als LED-Lichter – und fertig ist Eure Laterne.
Bitte passt auf, dass nichts an- oder abbrennen kann!

Viel Spaß damit wünschen Jana und Thomas Volkmann.

Ein aufrüttelndes Martinsspiel in Tiefenort

Ja, wo kämen wir denn dahin, wenn das jeder so machen würde?

„Ich glaube es nicht! Unser Hauptmann hat seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt!“ – Theresa brachte diesen Satz beim Martinsspiel 2019 in Tiefenort so überzeugend, dass alle wach wurden. Darauf Anna-Maria: „Na ja, vielleicht spinnt er ja doch?“ – „Wie meinst du das?“ „ Man erzählt sich, er würde an diesen Jesus Christus glauben. Der hat doch solche Dinge wie Nächstenliebe gepredigt. Aber wo kommen wir denn da hin, wenn das alle machen würden“. – Die Frage der Konfirmanden regte zum Nachdenken an.

Pfr. Volkmann fragte deshalb in seiner Gottesdienstgemeinde nach. Was wichtig geworden sei: Miteinander teilen? Drei Antworten bekam er: Nö; wir überlegen noch; ja sicher! Was wäre, wenn wir ablehnen oder alle nur zögerlich handeln würden? Oder wenn wir wie Martin die Worte Jesu ernst nehmen würden? Fangen wir an, untereinander zu teilen, uns auszusöhnen, Streit zu schlichten und dem Frieden nachzujagen, wie es in unserer Jahreslosung für 2019 heißt. Erinnern wir uns, was Jesus uns sagt: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; 28 segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Dennwie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lukas 6 – Feldrede).

Setzen wir Zeichen – mit Kerzen und mit Fackeln!

„Ich glaube, unsere Welt wäre ein bisschen heller und freundlicher, wenn es alle so machen würden! Setzen wir dafür heute ein Zeichen: Mit Kerzen und Fackeln!“ rief Pfr. Volkmann zum Laternenumzug mit Fackeln auf – dem gut 300 Tiefenorter folgten – begleitet von der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenort, die den Zug absicherten. Am Ende gab gab es am Schanzehof frische Martinshörnchen zum Teilen – und viele kamen dort noch miteinanander ins Gespräch.

Großer Dank an alle, die beim diesjährigen Martinsumzug mitgewirkt haben: die aktuellen und ehemaligen Konfirmanden als Fackelträger, Martin als „St. Martin“, Aaron, Anna-Maria, Theresa, Laura und Mathilda in ihren Paraderollen im Martinsspiel und Diakonin Jana Volkmann für die Idee und das Einüben des Martinsspiels. Schließlich war Fricka das erste Mal als „St. Martin“ auf dem Pferd der Familie Hörmann. Nicht zu vergessen die Kirchenältesten hinter den Kulissen und dem Bratwurst-Stand. Vielen Dank!

Martinstag am 10. November in Tiefenort

Am 10. November wollen wir St. Martin feiern. Wir laden dazu um 17 Uhr zu einer kleinen Andacht in die Kirche ein. Dort wird uns die Geschichte von St. Martin von Konfirmanden vorgespielt, wir singen typische Martinslieder und hören von der Barmherzigkeit, die ein Christ tun soll.

„Wenn das alle so machen würden – wo kämen wir denn da hin?“ ist die Frage, die uns dann auf dem Martinsumzug durch Tiefenort begleiten soll. Der führt uns dieses Jahr auf andere Wege – wir treffen uns dazu vor der Kirche und gehen über die Carl-Schanz-Straße und das Werrator zum Pflege- und Seniorenheim.

Dazu begleitet uns St. Martin auf seinem Pferd – und die freiwillige Feuerwehr sorgt mit dafür, dass uns nichts passiert. Am Ende werden wir am SchanzeHof Martinshörnchen teilen und laden herzlich zum gemütlichen Ausklang am Grill ein.