Mit Osterkörbchen Oster-Hoffnung gebracht

Ganz viel Freude bereiteten Pfr. Thomas Volkmann und seine Kirchenältesten heute den Christenlehre-Kindern und Konfirmanden aus Tiefenort. Anfang der Woche haben Kirchenälteste in einer gemeinsamen Aktion Osterkörbchen gebastelt – natürlich mit ganz viel Abstand zueinander gefertigt. Am Gründonnerstag wurden die Körbchen dann verteilt, an den Häusern geklingelt und überreicht.

An den Osterkörbchen hing eine Osterbotschaft, die deutlich machte: „Du bist nicht vergessen, auch wenn gerade keine Christenlehre oder Konfirmandenstunde stattfinden kann.“ „Ostern erzählt vom Fest der Hoffnung, vom neuen Leben, das möglich sein wird,“ ergänzt Pfr. Thomas Volkmann. „Die Karte macht deutlich: ‚Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden‘. Das soll gefeiert werden, auch wenn das dieses Jahr vielleicht ganz anders passiert.“

Viele Familien waren von dieser Aktion positiv überrascht und haben sich über die Aufmerksamkeit riesig gefreut. Dabei wurde klar: Für viele ist die Situation nicht einfach: Die Kinder zu Hause, die Eltern im Homeoffice oder sogar selbst auf Arbeit, und Spielen und Treffen mit anderen ist nicht so einfach. „Wir wollten deutlich machen: Ostern fällt nicht aus!, verbunden mit dem Signal: Wir sind für Euch da.“

Kirchenälteste sollen ihr “Licht leuchten” lassen

Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt – unter diesem Motto wurden am Sonntag zum ersten Advent die neuen Kirchenältesten in Tiefenort und Langenfeld in ihr Amt eingeführt und eingesegnet. In seiner Predigt hob Pfarrer Volkmann die Bedeutung des Kirchenältesten-Amtes hervor. “Wer Kirchenältester ist, trägt Verantwortung für die Gemeinde. Und ist zugleich ihr Vorbild.” Kirchenälteste hätten mit ganz konkreten Fragen zu tun, wie z.B.:

    • Welche Ziele und Schwerpunkte setzen wir uns für unsere Arbeit in der Gemeinde?

    • Wofür wollen wir das Kirchgeld ausgeben?

    • Wie stehen wir zum Thema „Abendmahl mit Kindern“?

    • Sind wir eine einladende Gemeinde?

    • Wie gestalten wir das Gemeindefest?

    • Wie können wir „Kirche im Dorf lassen – nein Kirche für das Dorf“ sein?

Dabei gehe es nicht nur um organisatorische Fragen, sondern in erster Linie auch um geistliche Leitung. Dazu brauche es ganz unterschiedliche Menschen  mit ganz verschiedenen Gaben und Fähigkeiten, so wie sie unter den Kirchenältesten verteilt sind. “Jeder bringt hier eine prägenden Erfahrungen und Fähigkeiten zum Nutzen der Gemeinde ein,” machte Pfarrer Volkmann deutlich. Wichtig ist ihm, dass dabei Christus als Haupt der Gemeinde nicht aus dem Blick gerät. “Zu ihm hin sollen wir wachsen – mit der ganzen Gemeinde. Auf ihn zugehen, so wie er auf uns zugeht – in diesem Advent. Lasst uns dafür den Gemeindekirchenrat stärken, sie entsprechend zurüsten, ihnen den Segen für ihre Berufung zusprechen und ihre Lichter anzünden, dass sie vor den Leuten leuchten!”

Titelbild: 12 der 14 Kirchenältesten in Tiefenort. Hier: Unsere 6 Kirchenältesten in Langenfeld

In dem Gottesdienst wurden auch denen gedankt, die aus dem Kirchenältestenamt ausgeschieden sind: Ulrike Schreiber und Frank Kleinsteuber in Langenfeld und Tosca Faber sowie Klaus Thiehle in Tiefenort. Bereits am 6. Oktober hatten die Wahlen für die neuen Kirchenältesten in Tiefenort und Langenfeld stattgefunden, Ende Oktober waren dann die konstituierenden Sitzungen für beide Gemeindekirchenräte. Sie werden in Zukunft enger miteinander zusammenarbeiten, nachdem die Kreissynode im November 2019 die Pfarrstelle Tiefenort aufgelöst und Tiefenort zu dem bestehenden Pfarramt Bad Salzungen II mit Langenfeld und Tiefenort zugeschlagen hatte. 

Kandidaten gesucht!

Dieses Jahr wird gewählt – nicht nur Europaweit und kommunal. Am 6. Oktober werden auch die Leitungen der Kirchengemeinden in Tiefenort und Langenfeld neu gewählt. Sie können mitentscheiden, ob „die Kirche im Dorf bleibt“. Sie haben die Wahl!

Um eine Kirchengemeinde zu leiten, braucht es verschiedene Fähigkeiten und Gaben und das Ohr an der Basis. Denn in einer Gemeinde gibt es viele Kreise und Gruppen, die das Gemeindeleben prägen. Dazu gehören z.B. die Christenlehre, die Jugendlichen, der Kirchenchor, das Weltgebetstags-Team, die Bibelwoche und so manch andere Aufgaben. Wer hat die unterschiedlichen Interessen im Blick? Der Gemeindekirchenrat macht sich Gedanken darüber, wie die Arbeit gestaltet werden soll sowie Aktionen und Feste gut vorbereitet werden können. Ihre Meinung, Ihre Ideen, Ihre Kreativität und Ihr Engagement sind wichtig.

Keiner kann alles oder hat an allem Interesse. Aber vielleicht bringen Sie durch Beruf, Lebenserfahrung, Lebensstil, Lebenssituation und Begabung eine besondere Kompetenz und Leidenschaft mit, die Sie gut und gerne einbringen können und wollen? Dann sind Sie gefragt! Nur wenn Menschen sich einbringen, kann Gemeindeleben erhalten und gestaltet werden. Bis zum 19. Mai 2019 haben Sie nun Gelegenheit, Wahlvorschläge einzureichen. Wenn Ihnen also jemand als gut geeignet erscheint, die Geschicke unserer Kirchengemeinde für die nächsten Jahre mitzubestimmen, sollten Sie diese Namen dem jetzigen Gemeindekirchenrat übermitteln oder selbst einen Kandidatenvorschlag ausfüllen. Das Formular erhalten Sie im Gemeindebüro oder nach den Gottesdiensten. Sie müssen dann noch vier Unterstützer/innen für Ihren Vorschlag finden und die Zustimmung der Kandidatin/ des Kandidaten einholen. Vielleicht wollen Sie ja auch selbst kandidieren? Wir freuen uns jedenfalls, wenn Sie sich beteiligen – egal ob bei der Kandidatensuche oder als Kandidat/in!

In den Gemeindekirchenrat kann gewählt oder berufen werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, der Kirchengemeinde seit mindestens sechs Monaten angehört, zum Abendmahl zugelassen ist und am Leben der Kirchengemeinde teilnimmt. Und um gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Kirchenälteste sind Ratsmitglieder und dürfen, aber müssen nicht alt sein.

Hier gibt es die Formulare für die Kandidatensuche: