Bauarbeiten am Pfarrhaus – Jo, wir schaffen das!

Manchmal fühle ich mich zurückversetzt in die Kindheit meines Sohnes. Wie gerne hat er „Bob der Baumeister“ geschaut. Egal wie schwierig es wurde, wie kompliziert die Aufgaben, und mit was für Rückschlägen zu rechnen war, der Spruch hieß immer: Können wir das schaffen? – Jo, wir schaffen das!

Los geht‘s: Städtebau-Mittel wurden bewilligt

Stadtrats-Sitzung am 7. Mai 2020

Nun ja, die erste Hürde hatten wir genommen: Städtebau-Mittel wurden bewilligt. Die Stadträte haben in ihrer Sitzung am 6. Mai übrigens einstimmig ohne Gegenstimme beschlossen, die energetische Sanierung des Pfarrhauses mit einem entsprechenden Eigenanteil zu fördern. Für das entgegen gebrachte Vertrauen und die Investition in die Zukunft bedanken wir uns ganz herzlich.

Damit hatten wir endlich Planungssicherheit und konnten zusammen mit unserem Architekten Felsberg und Bauingenieur Toni Müller endlich konkret die Sanierung angehen.

Rückschlag: Feuchtes Fundament

Der erste Rückschlag ließ nicht lange warten: Bei Probebohrungen wollten wir nach dem Auflagebalken suchen – und ob wir den vielleicht austauschen müssten. Gefunden haben wir stattdessen ein feuchtes Fundament. Die Ursache war dann auch schnell gefunden: Die Klänge vor dem Haus war nicht dicht, Regenwasser wurde an das Haus gespült und versickerte dort, anstatt abzulaufen. Wir mussten die Feuchtigkeit loswerden – nur das stand nicht im Plan, und Kosten waren dafür auch nicht vorgesehen.

Ehrenamtliche helfen – DANKE

Was tun? Wir haben mit vielen Ehrenamtlichen an zwei Wochenenden 1. den Beton in der Klänge aufgemeißelt und weitgehend per Hand ausgeschachtet.

2. wurden die Bodenplatten im Inneren aufgestemmt, so dass die nassen Wände und Fundamente abtrocknen konnten.

3. wurden die Dachrinnen neu gefasst. In den letzten Tagen wurde zusätzlich Drainage am Haus verlegt und angeschlossen sowie die Klänge wieder verfüllt und stabilisiert.

Und ganz nebenbei wurde noch der Dachboden freigeräumt. Bei dieser Aktion sind uns einige interessante Fundstücke in die Arme gefallen, die ein Fachmann jetzt auswerten muss. Und wir haben den Anbau um ein Stockwerk kürzer gemacht – vorerst.

Danke für die tolle Unterstützung

Ich bin sehr, sehr dankbar für das alles, was da bisher gelaufen ist: es hat uns weiter gebracht, in jeder Hinsicht. Danke! – für alle Hilfe, auch für die finanziellen Spritzen, die gekommen sind, seitdem wir z.B. auf Facebook davon berichtet haben.

Es werden nicht die letzten Schwierigkeiten sein, auf dem Weg zum „Neuen Pfarrhaus“, das weiß jeder, der ein über 300 Jahre altes Gebäude saniert.

Aber ich bin sicher: Mit Gottes Hilfe, einer guten Portion Mut, ein bisschen Risikobereitschaft und hoffentlich ganz viel Hilfe dürfen wir sagen:

Jo, wir schaffen das!

Feuerwehr-Predigt oder über die Einsatzbereitschaft von Ehrenamtlichen

Anlässlich des „Diakonie-Sonntags“ 2020, an dem in Tiefenort eigentlich die Feuerwehr „Tag der offenen Tür“ gehabt hätte, trafen wir uns statt dort im Gerätehaus zum Open-Air-Gottesdienst vor dem Pflegeheim „Schanzehof“. Dort wurden nicht nur die Kameraden eingesegnet, sondern auch dem Pflegepersonal auf besondere Weise Danke gesagt. Hier die Predigt dazu…

Liebe Gemeinde,

wussten sie, wie viele Feuerwehreinsätze es so im Jahr gibt? 41521 Feuerwehren gibt es in Deutschland, 22346 davon als freiwillige Feuerwehren. Mehr als 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind in einer Feuerwehr engagiert. Mehr als 203.000 mal rückten die Kameraden 2017 zu Bränden aus – 2.371.765 Einsätze aber galten der Notfallrettung: Bergen und retten. Die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr besteht in der Abwendung von lebensbedrohlichen Gefahren für Menschen und Tiere, sei es durch Feuer, Überschwemmungen, einen Unfall, uvm. Aber auch das Schützen gehört dazu: Die Feuerwehr wehrt Gefahren für die Umwelt ab und betreibt aktiven Umweltschutz z. B. mit der Eindämmung von Ölunfällen und mit der Beseitigung von Ölspuren auf Straßen. Die Feuerwehr Bad Salzungen meldete für 2019 223 Einsätze, viele davon Brandbekämpfung, oft auch Hilfeleistung in Notfällen. Überraschend viele Mülltonnen brannten. Bis zum 21.08. gab es weitere 134 Einätze. Am 4. August vermeldete die Feuerwehr Tiefenort ihren 28. Einsatz – ein Brand. Der Einsatz vor dem Pflegeheim am 7. Mai – zum zweiten Open-Air-Gottesdienst war Einsatz Nr. 16. Soviel dazu.

Jeder 8. Deutsche arbeitet im Gesundheitswesen, das sind rund 5,6 Millionen Menschen, davon gut 1 Million Menschen in der Altenpflege. Die medizinische Versorgung steht sicher im Vordergrund, aber dann gibt es ja noch Tätigkeiten, die eher unbeliebt sind, über die keiner gerne redet, weil mit Scham behaftet. Auch hier in Tiefenort, in unserem Pflegeheim, bei den ambulanten Pflegediensten. Denn: 3, 41 Millionen Menschen in Deutschland waren 2017 pflegebedürftig, und es werden mehr.

Nun stell dir vor, du drückst den Notfallknopf – und nichts passiert. Alle drücken sich. Keiner kommt. Wenn du im Graben liegst, mit dem Fahrrad gestürzt bist – und alle fahren an dir vorbei. Natürlich, wir haben alle unsere Entschuldigungen und brauchen erst keine zu erfinden: Keine Zeit, bin gerade gestresst, muss in 5 Minuten in Dermbach sein, keine Lust, wer weiß, wie lange das dauert, dir zu helfen, und überhaupt: ich bin eh nicht der Typ, der anderen unter die Arme greift. Wer also hält an?

Da ist also ein Mensch in Not geraten, erzählt Jesus. Überfallen, geprügelt, geschlagen, vielleicht noch zugetreten. Und liegen gelassen. Und alle gehen vorüber. Alle haben eine Ausrede. Ich könnte mir ja die Hände schmutzig machen. Dass hier die Gut-Gläubigen, Priester und Levit, genannt werden, macht die Sache nicht einfacher. Scheinheilig gehen sie vorüber – wie die sprichwörtlichen drei Affen: Nichts sehen, nicht hören, nichts sagen. Nichts mit Zivilcourage. Nichts mit Einsatzbereitschaft, um Leben zu retten. „Lass sie doch ersaufen“, höre ich selbst von der großen Politik, wenn es um Ertrinkende geht – „haben sie sich doch selbst eingebrockt…“ Dass es um Menschenleben geht, die zu retten sind, wird mit Angst quittiert: sie könnten uns was wegnehmen.

Von Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit keine Spur. Wie sind wir doch verroht in den letzten Jahren. Und setzen dem Verrohen selbst keine Grenzen, greifen dem Rad lieber nicht die Speichen. Gelten denn die einfachsten Grundwerte nicht mehr? Aber wenn es um dich geht: was ist, wenn du Hilfe brauchst, wenn du gerettet, geborgen, zurückgeholt werden müssest, und du merkst: alle drücken sich?

Jesus fragt nicht: wer ist dein Nächster – da gibt es viele, und damit zugleich viele Ausreden. So vielen helfen – geht doch nicht! Jesus dreht den Spieß um: Wem bist du der Nächste geworden?

1875, heute vor 145 Jahren, wurde Albert Schweitzer geboren, ein berühmter Theologe, begnadeter Kirchenmusiker, der Johann Sebastian Bach verehrte und zu neuer Blüte brachte. Vor allem wurde er bekannt als Mediziner, der nach Lambarene, mitten in den afrikanischen Urwald ging, um dort mit den einfachsten Mitteln Menschen zu helfen. Ehrfurcht vor dem Leben – Leben erhalten, das war sein Lebensmotto.

Sanitäter und Feuerwehrleute, Ärzte und Pfleger, Seelsorger und Berater kommen und gehen: sie helfen und trösten in der Not. Sie sind da, wenn man sie braucht – und gehen, wenn sie ihren Job getan haben: Ihre Hilfe ist angekommen, und wurde angenommen. Retten und helfen, trösten und aufbauen – das ist die „Akutversorgung“, die erste Hilfe, der sich alles weitere fügt: Heilung, zur Ruhe kommen, Erholung und das Gefühl: ich bin nicht allein gelassen.

Nächstenliebe hat mit Mit-Menschlichkeit zu tun, mit Respekt voreinander. Wer keinen Respekt vor anderen hat, dem ist der andere schlicht egal. Wer immer nur sein eigenes Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt, dem sind die anderen egal. Allerdings bleiben dann sehr viele sprichwörtlich „auf der Strecke“, werden nicht gesehen, bleiben liegen oder ersaufen. Aber das Beispiel vom barmherzigen Samariter zeigt: Du bist nicht egal – du bist mir nicht egal.

Deshalb ist Helfen, jede Art von Einsatzbereitschaft auch ein Akt christlicher Nächstenliebe und ein Akt des Glaubens, nämlich der persönlichen Überzeugung. Und es können auch „Nichtgläubige“ durch ihr Handeln genau das ausführen, was eigentlich Gottes Wille ist, erklärt uns schon Paulus im Römerbrief.

Ich lasse dich hier nicht liegen, nicht verrecken, nicht sterben. Du bist mir nicht egal. Ich helfe dir, ich steh dir bei! Genau so ist Gott – so geht er uns nach! Indem wir so handeln wie er, geben wir anderen Menschen Hoffnung, Trost und Rettung, vielleicht ganz unbewusst. Genau das macht das christliche aus – dass wir auf dem Weg der Nachfolge sind und so handeln, wie Gott es von uns erwartet. Micha 6:8 Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Aber was kriege ich dafür, wenn ich helfe, mich engagiere? Ganz viel zurück an Dankbarkeit. Ich habe während meiner klinischen Seelsorgeausbildung an der Uniklinik in Leipzig einen Z8immermann kennen gelernt, der 14 Meter vom Dachstuhl auf Beton gefallen war – ein Wunder, dass er überlebt hatte. Erstaunlich, was alles nicht gebrochen war. Er meinte, ein Engel habe ihn aufgefangen, und ihn den Sanitätern auf die Liege gelegt. Er fing an zu beten, war dankbar, nicht nur für die „Bewahrung vor Schlimmeren“, sondern vor allem für die neue Chance, die sich ihm durch die Heilung bot. Und er hat sich auf den Weg gemacht, die Sanitäter und Erstversorger, Ärzte und Krankenschwestern eingeladen, um Danke zu sagen. Als er das erzählte, ging das selbst mir unter die Haut.

36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Fragt Jesus den Pharisäer. 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen! Damit keiner unter die Räder kommt, ist Helfen nicht nur eine gewisse Notwendigkeit, sondern am Ende eine Gewissens-Notwendigkeit.

Daher gilt heute mein, unser Dank allen, die Einsatzbereitschaft zeigen: als Ärzte und Krankenschwestern, in der Pflege und in der Feuerwehr. Und vielfach auch darüber hinaus: allen, die Menschen helfen, in der Familie, unter Freunden, in den Vereinen und unserer Kirche. Für sie alle bitte ich um Gottes Segen – und euch bitte ich: lasst uns heute für sie klatschen! Amen.

Open-Air-Gottesdienst für Feuerwehr, Helfer und Einsatzkräfte

„Mal angenommen, du drückst den Knopf – und alle drücken sich.“ So plakatiert die Feuerwehr in Philippstal – eine der modernsten bei den hessischen Nachbarn.

Wie wichtig Einsatzbereitschaft ist, konnten wir am 7. Mai beim Open-Air-Gottesdienst vor dem Pflegeheim erfahren. Ein Fehlalarm sorgte dafür, dass innerhalb weniger Minuten zwei Einsatzwagen der Feuerwehr und eine Drehleiter vor dem Schanzehof standen.

Für alle Feuerwehrleute und die, die in ständiger Einsatzbereitschaft sind,
um Menschen zu helfen – wie
Pflegekräfte, Ärzte, Polizisten, Ehrenamtliche und viele mehr
feiern wir am 6. September um 10 Uhr
einen Dank/Segnungs-Gottesdienst
natürlich Open-Air vor dem Pflegeheim in Tiefenort.

Großer Ansturm beim Schul-Anfangs-Gottesdienst in Tiefenort

In der kunstvoll geschmückten Kirche konnten wir am Freitagabend zum Schulanfangs-Gottesdienst 84 Erwachsene und gut begeisterte 20 Kinder zählen. Unter dem Thema „Mögen Engel dich begleiten“ erzählten Jana und Thomas Volkmann, was Engel sind und dass Engel nicht immer Flügel haben müssen. Sie machten deutlich: Engel haben eine Botschaft und einen Auftrag; sie wollen daran erinnern, dass Gott uns sieht und mitgeht. Das Lied „Mögen Engel dich begleiten“ von Jürgen Grote passte dazu sehr gut.

Anschließend wurden die Schulanfänger mit ihren Eltern und die Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen eingesegnet und bekamen einen Schutz-Engel-Anhänger geschenkt. Mit dabei waren auch die Konfirmanden des Jahrgangs 2020, die am 13. September konfirmiert werden – sie gaben ihre Ausarbeitungen zur Konfirmanden-Prüfung ab.

Der Gottesdienst hat nicht nur den Akteuren sichtbar Spaß gemacht, er fand auch großen Anklang bei den Besuchern, wie viele Gespräche vor der Kirche zeigten. Dort wurden auch die ersten Absprachen getroffen, wie es mit der Christenlehre (kitie’s kids) und dem neuen Konfirmanden-Kurs weitergeht.

Abendgottesdienst: Wie viel Wahrheit verträgt man?

Von wahren und falschen Propheten – Amos und seine harte Wahrheit

In der Reihe der Abendgottesdienste des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach war Christian Guth, ordinierter Gemeindepädagoge aus Emphertshausen, bei uns zu Gast in Tiefenort, um über „Heil und Unheil – die Botschaft der kleinen Propheten“ zu predigen. Wie ist das mit der Wahrheit, fragte Christian Guth die Besucher. Wieviel verträgt man – oder tut man sie als „falsch“ ab? Wer sind die wahren Propheten damals wie heute? Ich habe Christian Guth gebeten, die Predigt hier wiedergeben zu dürfen.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Band „Annjual Acoustics“ aus Unteralba und Kreiskantor Hartmut Meinhardt.

Hier die Predigt in vollem Wortlaut:

Vorrausgegangen sind: Gebet mit Psalm 121 und Lesung aus der Ordnung des Johannestages aus Jesaja 40.1.ff.

Friede sei mit euch!

Der Fingerzeig Gottes

Christus hängt am Kreuz. Qualvoll verkrümmt vom Todeskampf ist seine Haut blass und blutleer. Links auf dem Bild steht die Gottesmutter Maria. Sie scheint vor Herzensqual bewusstlos zu werden. Der ihr anvertraute Lieblingsjünger hält sie. Auch ihm ist unerträglicher Schmerz ins Gesicht gezeichnet. Rechts auf dem Bild steht mit beinahe unbeeindruckten Gesichtsausdruck Johannes der Täufer. Manche sagen über ihn, er sei der letzte Prophet, weil er auf Gottes großes, ultimatives/endgültiges Erlösungswerk hinweist: „Jener muss wachsen, ich aber kann zurücktreten.“ Joh 3.30 (Übers. Perspek. d. Kunst)
Genau dieser Spruch steht auf dem Isenheimer Altar, über den ich gerade spreche. Ganz deutlich zeigt der Finger des Johannes auf Jesus. So, als wenn er sagen will: Schaut her. Das tut Gott für euch – er gibt das liebste, was er hat.

Als ich sehr lange darüber nachdachte, worüber ich heute Abend reden will, musste ich immer wieder an den Isenheimer Altar und diese eindrückliche Geste denken: Der Fingerzeig des Johannes.

Dieser Fingerzeig erscheint mir so typisch prophetisch: Propheten zeigen uns deutlich, was Gott von uns fordert und was er schenkt.

Das sind Propheten: Sie erhalten von Gott den Auftrag seine Wahrheit in der Welt zu verkünden.

Das sind Propheten: Sie erhalten von Gott den Auftrag seine Wahrheit in der Welt zu verkünden. Was sie prophezeien will kaum einer hören – unangenehm sind die Wahrheiten Gottes. Propheten, die reden, was wir gern hören sind falsche Propheten.

Wie das so ist, wenn jemand redet, was wahr ist und was doch keiner hören mag – wie dann Wut, Verachtung und vulgärer Spott abgelassen werden, das kann man bei Greta Thunberg beobachten. Ich weiß – sie hat mit Religion erst einmal nichts zu tun und es passt nicht zu behaupten, sie sei eine Prophetin. Trotzdem musste ich beim Isenheimer Altar an sie denken: So wie Johannes der Täufer mit dem Finger auf die wirkliche Wahrheit Gottes zeigt (Jesus Christus), so zeigt Greta Thunberg auf das, was Naturwissenschaftler schwarz auf weiß bewiesen haben. Und wird doch so oft verachtet.

Wie sehr Wahrheit verachtet wird – darüber spreche ich gerade deshalb, weil ein großes Problem unserer Zeit ist, dass Menschen sich ihre Wahrheit zusammensuchen, sich in sozialen Medien in Filterblasen begeben und kaum andere Meinungen kennen oder diese bloß verspotten. Für die aufgeklärte Wahrheit ist das der Tod.

Amos streitet im Auftrag Gottes für Gerechtigkeit

Dabei ist die Wahrheit nicht selten so offensichtlich: Es geht eigentlich um Amos. Der nämlich streitet im Auftrag Gottes für Gerechtigkeit. Die Probleme liegen zur Zeit Amos‘ offensichtlich: Von den Armen nehmen die Reichen zu hohe Abgaben und bauen damit ihre eigenen Paläste. Menschen werden wie Vieh als Knechte für billig Geld verschachert. Von den Armen nehmen die Mächtigen alles und behalten es für sich. Und Arme – anders als heute – gab es damals jede Menge, denn oft wurde in einer Familie das Land unter allen Söhnen geteilt und nach wenigen Generationen warf es nicht mehr genug ab, um davon zu leben. Die Parzellen waren dann zu klein. Das große Gefälle zwischen denen, die hungern, zu dehnen, die sich fett fressen verbindet Amos mit unserer Zeit. Hinzu kommt bei uns noch die Sorge darum, wie künftige Generationen auf dieser Erde leben sollen.

Einige Verse aus dem Buch Amos scheinen ein Ruf genau in unsere Zeit und unsere Welt zu sein: So beispielsweise musste ich an die unbelehrbaren Leugner des Klimawandels denken, wenn es in Amos 3 heißt „Und es zogen zwei, drei Städte zu einer Stadt, um Wasser zu trinken, und konnten nicht genug finden; dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der HERR. Ich plagte euch mit dürrer Zeit und mit Getreidebrand; […]; dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der HERR.“ An die Verachtung, die jenen entgegenschlägt, die Tatsachen und Wahrheit sachlich einbringen und Gerechtigkeit erstreben musste ich in Amos 5 denken, wenn ich lese „Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und verabscheuen den, der die Wahrheit sagt.“ Die Schar der etablierten, sich in der Zeit des Amos bereichernden Oberschicht erträgt die beißende Kritik des Amos kaum: Zueinander sprechen sie „das Land kann seine Worte nicht ertragen.“

Gott hat es – endgültig – satt

Doch Gott hat die Lüge, Verleugnung und die Verachtung der Menschen endgültig satt. Endgültig.

Im Laufe der wenigen Kapitel des Buches steigert sich der Zorn über den verbohrten Widerwillen seines Volkes: „Vielleicht wird der Herr, […] gnädig sein“ spricht Amos — „Vielleicht!“ [Es ist nicht das ferne Echo von Kritik, die Amos verkündet. Wer ihn liest, der sieht: Amos scheint neben uns zu stehen und sein Wort gilt uns.]

Ein Satz steht zweimal im Buch Amos. Einer!: Zweimal spricht Gott über sein Volk: „Ich will nicht mehr an ihm vorübergehen!“ Nein, Gott will nicht mehr Gnade walten lassen und es gut sein lassen. Nein, er wird sich ihm im Zorn zuwenden, er hat es endgültig satt!

Für uns in der christlichen Hoffnung absolut bestürzend ist das Resümee von Amos: „Ist nicht des HERRN Tag finster und nicht licht, dunkel und nicht hell?“ Ist es nicht das stärkste Bild unseres Glaubens, das Bild vom Licht? Zünden wir nicht bei jeder Taufe eine Kerze an, weil wir wissen, dass bei Gott das helle, das lichte ist und wir erkennen: Christus ist das Licht der Welt? Genießen wir im Advent nicht die wundervollen Verse von Jesaja in denen er prophezeit: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“? – Und dann schreibt Amos: „Ist nicht des HERRN Tag finster und nicht licht, dunkel und nicht hell?“ – was soll denn noch werden, wenn bei Gott nicht mehr das Licht ist? Wenn die Hoffnung Tot ist?

Es droht Unheil, und wer das Leugnet soll durch das Schwert sterben. Das sage nicht ich, das steht auch bei Amos.

Tragt Verantwortung für das, was ihr tut! (Hans Jonas)

1979 schrieb der deutsch-amerikanische Philosoph Hans Jonas ein Buch in dem er auf vielen Seite eine Anforderung an die Menschheit entfaltet. Eine Anforderung an die Menschheit, damit sie leben kann und nicht im Unheil umkommt. Eine Anforderung, damit unsere Kinder und Kindeskinder leben können und nicht im Unheil umkommen: Tragt Verantwortung für das, was ihr tut! Wenn wir und kommende Generationen auf dieser Erde gut leben wollen, dann sollen wir – so Hans Jonas – bei jeder Entscheidung immer mitbedenken, wie unser Tun und Lassen sich auf die Zukunft kommender Generationen auswirkt. Und das tun wir nicht. Rund vierzig Jahre später erinnern uns freitags für Klimagerechtigkeit protestierende Jugendliche daran, dass wir das nicht tun.

Die wirken so radikal, diese Jugendlichen. Doch wenn man genauer liest, was seriöse Naturwissenschaftler schreiben dann sieht man: Es ist nicht radikal. Es ist dringend notwendig, was sie fordern. Was wir tun, ist radikal falsch!

Ich muss gerade an den Satz denken, „Es droht Unheil, und wer das Leugnet soll durch das Schwert sterben.“ Es fühlt sich bei uns nicht so an, aber es muss dringend etwas geschehen. Viele Fragen in dieser Zeit von Corona ‚Wann wird denn endlich wieder alles normal!‘ – Was ist denn normal? Vielleicht ist Corona der Teil des Unheils das uns nun auch ereilt, wo doch in anderen Ländern schon Strände im Plastikmüll versinken, sich Menschen in alten Industrieanlagen zur Verwertung unseres giftigen Mülls die Lungen vergiften und die Lüge bis in die höchsten politischen Etagen aufsteigt? Soll das Normal sein? Ereilt uns nun das Unheil, das woanders längst ist?

Unheil, wie Amos es kommen sah. Er wusste, dass Gott an seinem Volk nicht mehr vorrübergehen wird.

Sie merken schon wie die Worte des Philosophen Hans Jonas von eben fast untergehen in der ständigen Hoffnungsferne dieser Welt. Ich lese sie deshalb nochmal: „Wenn wir und kommenden Generationen auf dieser Erde gut leben wollen, dann sollen wir – so Hans Jonas – bei jeder Entscheidung immer mitbedenken, wie unser Tun und Lassen sich auf die Zukunft kommender Generationen auswirkt.“

Das klingt gar nicht so schwer. Es gibt doch viele Vorschläge, wie das gelingen könnte. Ich kann das gar nicht alles nennen, so viele gute und reiflich überlegte Vorschläge gibt es, damit wir verantwortungsvoll leben können.

Lösungen finden, um verantwortungsvoll leben zu können

Und dann lese ich im Buch Amos, ganz am Ende:

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von Most triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein. 14 Ich will die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. 15 Ich will sie in ihr Land pflanzen, dass sie nicht mehr aus ihrem Lande ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.“ Am 9.13ff

Ich bin sehr dankbar, dass das ganz am Ende steht. Es tut gut das zu lesen und ich bin gewiss, dass das Heil, das Gott uns schenkt, eine spürbare Wirklichkeit ist und eine noch größere Wirklichkeit werden wird. In der großen Frage von Heil und Unheil – ob uns Heil oder ob uns Unheil droht, bin ich als Christ vollkommen überzeugt, dass uns Heil widerfahren wird in Gottes Reich. Und ich bin ebenso überzeugt davon, dass diese Verheißung auch unseren Kindern und Kindeskindern gilt.

Aber ich komme nicht um folgende, letzte Frage umhin: Wie verloren im Unheil werden unsere Kinder und Kindeskinder auf dieser Erde sein, wenn wir sie weiter so zerstören?

Amen.

Und der Friede Gottes, der größer ist als all unsere Vernunft, bewahre uns Herz und Verstand. Amen.

Radwegekirche in Erprobungsphase geöffnet

Die Radfahrer können kommen: denn die Peterskirche in Tiefenort ist ab sofort deutlich als Radwegekirche zu erkennen: Gestern wurden Fahrradständer, sogenannte Anlehnbügel, die eigens für die Kirche von Schmiedemeister Stefan Hill hergestellt und angepasst wurden, aufgestellt und einbetoniert.

„Wir sind mitten drin in einer Erprobungsphase“, sagt Pfr. Thomas Volkmann. „Obwohl wir die Radwege-Kirche noch nicht mit Gottesdienst offiziell eingeweiht haben, können sich Radfahrer und Gäste schon jetzt über eine offene Kirche freuen.“ Der Eröffnungsgottesdienst sollte ursprünglich am 19. April stattfinden, musste aber wegen Corona um ein Jahr verschoben werden. Für die Radwegekirche wurden extra neue Schlüssel angefertigt, ein Schließ-Dienst mit Ehrenamtlichen eingerichtet, neue Technik eingerichtet – die bereits jetzt bei verschiedenen Einsätzen als mobile Kirche vor den Pflegeheimen im Einsatz war. Auch ein Festzelt wurde angeschafft – das dann wohl erst im nächsten Jahr zum Einsatz kommt.

„Wir sehen, dass das Konzept der Radwegekirche gut angenommen wird,“ erzählt Pfr. Thomas Volkmann von den positiven Erfahrungen der letzten vier Wochen der Erprobungsphase, „und freuen uns weiterhin über viele Gäste!“

Katastrophe am Pfarrhaus: Wir müssen Fundamente trocken legen

Guten Tag, alle miteinander!

Ich wende mich auf diesem Wege an Euch, weil wir brauchen akut Eure Hilfe!

Eigentlich wollten wir diese Woche die Ausschreibungen vorbereiten für die energetische Grundsanierung des Pfarrhauses Tiefenort, als uns bei einer Probeschachtung auffiel, dass die Mauern und das Fundament ganz schön viel Wasser gezogen hatten. Unser begleitender Bauingenieur Toni Müller hat daher einen Baustopp verhängt und die Wasser- und Abwasserwirtschaft wegen der Verlegung der Regenrinnen verständigt. Wir müssen erst das Pfarrhaus auf der Seite der Klänge trockenlegen, den Boden freilegen, die Klänge ausschachten (Beton!), die Dachrinnen verlegen. Arbeiten, die bisher nie geplant, weil vorher nie erkannt waren.

Die Wände sind feucht, das Fundament ebenfalls. Hier eine der Probeschachtungungen.

Wir werden das Problem angehen. Mit Ihrer und eurer Hilfe. Dazu müssen wir nicht nur die Klänge aufgraben – Handschachtung – sondern auch das gesamte Fundament von innen her freilegen – Handschachtung. Die kommende Zeit hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Aber so ist das, wenn man ein altes Haus genauer betrachtet.
Wir werden uns dazu auch Hilfe von außen holen, und brauchen ehrenamtliche Menschen, die bereit sind, sich einzubringen mit Technik und ihrem ganz persönlichen HB1.

Wir nehmen dazu zwei Wochenenden in Blick: 10/11. Juli und 17./18. Juli, jeweils Freitags ab 17.00 Uhr und Samstag ab 9 Uhr. Vielleicht ruckt es ja so richtig – Wir wären Euch allen wirkklich dankbar!

Ganz liebe Grüße! Euer Pfr. Thomas Volkmann

Vielen Dank den Ehrenamtlichen, die bei den Probeschachtungen und den anderen Arbeiten am Pfarrhaus schon dabei waren!

Abendgottesdienste zum Thema Suchen und Finden

Die Kirchgemeinden Möhra und Tiefenort laden an diesem Wochenenden zu zwei Abendgottesdiensten ein. Am Samstag, 27.6 feiert Pfr. Volkmann um 18 Uhr in Möhra Gottesdienst zum Thema „Suchen und Finden“, am Sonntag, 28.6. um 18 Uhr geht es in Tiefenort um die „Grundentscheidungen des Lebens“. Hintergrund ist jeweils die Geschichte vom verlorenen Sohn aus dem Lukasevangelium. Wir laden dazu herzlich ein.

Gottesdienst zum Johannis-Fest

Die evangelische Kirchengemeinde Langenfeld lädt diesen Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr ganz herzlich zum Abend-Gottesdienst zum Johannis-Fest ein.

„In der Mitte des Jahres, auf dem Höhepunkt der sommerlichen Zeit, genau ein halbes Jahr vor Weihnachten, gedenken wir dem Vorläufer Jesu, Johannes der Täufer,“ macht Pfr. Volkmann es spannend. „Es hat mit Licht und Symbolen zu tun, es ist wie Weihnachten, Ostern und Michaelis eine Lichtfeier, weil sie auf das wahre Licht, Jesus Christus verweist.“

Bisher war der Gottesdienst zu Johannis verbunden mit dem Sommerfest am Johannisfeuer rund um die Kirche – das dieses Jahr nicht stattfinden kann. Wer aber einen inspirierenden Gottesdienst erleben möchte, ist herzlich eingeladen.

Was heißt eigentlich Beten in dieser Zeit – einmal angedacht…

Hast du heute schon gebetet? Den Menschen, den ich das gefragt habe, war kurz irritiert über die Frage – und dann meinte er: tatsächlich: Ich habe heute schon gebetet!

Beten – was ist das? „Man spricht mit jemanden“, sagte mir eine ehemalige Konfirmandin. „Mit jemanden?“ fragte ich zurück? Wer ist dieser jemand? Naja, etwas ganz besonderes. Das kann man schlecht erklären. – So was wie ein Freund? Fragte ich zurück? Anders, sagte sie. Ihm kann ich sagen, was ich selbst meiner besten Freundin nicht sagen würde.

„Beten, das ist ein Dialog“, meinte einer diese Woche am Telefon. „Man gibt was preis“ – und zwar bevor man etwas bekommt. Obwohl, angesichts der Digitalisierung dieser Welt sind wir vorsichtig geworden mit der Preisgabe von Daten und Fakten. „Naja, meinte er, aber bei Gott ist das doch etwas anderes. Ich kann ihm vertrauen, dass er das, was ich ihm sage und anvertraue, nicht gegen mich verwendet!“

Beten, das ist mehr, als wenn ich nur mal eben was loswerden will. Beten ist mehr, als nur mal eben um ein paar Eier zum Frühstück zu bitten. Beten, das ist mehr, als nur mal kurz innehalten im Gespräch vor und bei dem Essen, um nach dem Gebet unvermittelt im Satz fortzufahren. So gesehen wäre Gebet nur eine fromme Unterbrechung, und das wäre mir schlichtweg zu wenig.

Nein, Beten ist bewusste Hinwendung zu Gott. Ich muss mit meinen Gedanken schon dabei sein, oder wie jemand anmerkte: Beim Leistungssport kann ich nicht beten – oder vielleicht gerade da? Beim Orgelspiel, bei der Versenkung in eine Sache – ist das nicht auch ein Vor-Gott-Bringen? Hinwendung zu Gott, ist nicht das ganze Leben ein Leben aus der Perspektive Gottes heraus? Zu ihm hin und von ihm her? Ist unser Leben nicht ein andauerndes Gebet? Und wie häufig bringe ich dann ganz spontan etwas vor Gott? Auf der Autobahn meines Lebens, an der roten Ampel, wenn mir etwas durch den Kopf geht, während ich durch das dichte Grün und die abgestorbenen Bäume unserer Wälder schaue oder über den blauen Himmel staune.

Hinwendung zu Gott – aber wann tun wir das? Sonntags, meinte meine Konfirmandin. Nur Sonntags? Und dann nur alle zwei Wochen? Oder wenn wir uns hier treffen, in der Kirche? Das wäre bitter schade. Aber wo wenden wir uns sonst hin? Wem wenden wir uns zu, und besonders: wann? Wir wenden uns an jemanden, von dem wir Hilfe oder die Lösung aller Probleme erwarten. Die kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Vielleicht juckt uns etwas, wir suchen Linderung – und gehen zum Arzt. Vielleicht brauchen wir eine technische Lösung, und gehen zum Handwerker, kaufen die Lösung, die Versicherung, die Hilfe ein. Hinwendung zu Gott scheint da oft die „letzte Lösung“ zu sein, wenn nichts mehr hilft.Das ist mir zu wenig.

Wann also beten wir – wenden uns bewusst an Gott? Wenn wir was wollen, sagt der gesunde Menschenverstand. Not lehrt beten, sagt der Volksmund. Doch uns gehts gut, stellen die Forscher fest. Selbst mit Corona sagen über 70% der Menschen, dass sie nicht wirklich betroffen sind – keine Not leiden, die Not noch nicht bei ihnen angekommen ist. Warum auch: es gibt doch alles zu kaufen.

Und doch: mich berührt die Not derjenigen, die keinen Besuch empfangen können in den Pflegeheimen. Die allein gelassen sind in den Häusern. Mich berührt die Not derer, die um jedes Leben kämpfen, und nicht immer siegen. Ich wünsche keinem, so einsam zu sterben. Ich sehe die Überforderung der Familien, zu Hause mit Kindern gleichzeitig arbeiten zu müssen, auch wenn diese Woche mit der Rückkehr vieler in die Schule ein Stück Normalität einkehrt. Wir haben viel gelernt. Mich bedrückt die Not derer, die ihr Geschäft aufgeben müssen, weil die letzten Wochen alle Reserven aufgefressen haben – und nicht wissen, wie es weiter geht. Andere stellen sich die Grundsatzfrage: Werden wir überhaupt noch gebraucht, wenn dieses oder jenes nicht möglich ist? Müssen wir uns nicht neu erfinden? Und es sind die betroffen, die schon vorher betroffen waren: die Armen, die Obdachlosen, die Flüchtlinge, vor deren Leid wir die Augen so gerne verschließen.

Bete und Arbeite. Ora et labora. Es tut uns gut, den Alltag bewusst zu unterbrechen und vor Gott zu bringen, was uns bedrückt – all das, was wir eben nicht können. Und dann wieder in die Hände zu spucken – gerade so sind die größten Entdeckungen und Erfindungen dieser Welt entstanden. Bete, als ob alles arbeiten nicht nütze, und arbeite, als ob alles beten nichts nütze, sagte Martin Luther einmal.

So ermahne ich nun, sagt Timotheus, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen… Ohne Ausnahme. Für die Regierenden und die, die ganz unten am Boden liegen. Für uns und die anderen. Und dann zurück in den Alltag, die Herausforderungen bestehen. Amen.

Hier ein Live-Mitschnitt vom Open-Air-Gottesdienst vom Sonntag, 17. Mai 2020 – Abendgebet um 18 Uhr aus Langenfeld.
https://youtu.be/ebP1xFQ9MJk