Mit Konfirmanden über den Tod reden

Black-Friday und das Ende kommt bestimmt

Diesen Freitag haben wir Black Friday zu einem besonders schwarzen Thema mit Konfirmanden gearbeitet. Wir haben mit 35 Konfirmanden aus der Region Bad Salzungen-Tiefenort und Wernshausen-Roßdorf über das Thema Tod diskutiert. Gemeinsam sprachen wir über die verschiedenen Ansichten über den Tod und was danach passiert, und wie wir dem Tod die Macht nehmen können im Glauben. Dazu haben wir uns Bestatter Kahrmann aus Schmalkalden und Anschütz aus Bad Salzungen ins Gemeindehaus nach WERNSHAUSEN eingeladen, die über ihre Arbeit hautnah berichtet haben. 

Was macht der Mensch nach dem Tod? Wie gehen wir und ich mit dem Ende unseres Lebens um? In einem emotionalen Auftakt sahen wir eine Szene aus dem Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, wo es darum ging, eine Trauerrede auf einen Sterbenden zu hören.

Was passiert, wenn man stirbt?

Was passiert, wenn man stirbt? Wo geht man hin? Was geschieht dann? Verstehen die Menschen wirklich, was der Tod bedeutet? Davon erzählten dann die Leichenbestatter: wie Menschen reagieren, wenn ihr Liebster gestorben ist: Mit Wut, mit Nicht-wahr-haben-Wollen, mit herzlichen Erinnerungen. Sie erzählten, wie sie selbst auf die Trauer der Menschen reagieren und vom „ersten Mal“, als sie einen Verstorbenen abgeholt haben. Einfühlsam gingen sie auf die Fragen der Jugendlichen ein, die ganz unterschiedliche Bestattungsarten gefragt haben und was in Deutschland zulässig ist; oder was Menschen im Sarg anhaben. 

Dass nach dem Tod ein Arzt den Tod feststellen muss, war allen klar. Dass man aber auch zu Hause 48 Stunden noch Abschied nehmen kann, und dass ein Pfarrer, ein Seelsorger, mit den Angehörigen zu Hause eine Abschiedsfeier, eine Aussegnung vornehmen kann, und wie das genau geschieht, wenn der Pfarrer dem Verstorbenen die Hand auflegt, wussten viele nicht. Vor dem Tod die Angst nehmen, Berührungsängste abbauen, darum ging es uns seelsorgerlich an diesem Tag.

Was bleibt: der Ausblick auf das Majestätische 

Prägend waren dann auch  eindrucksvollsten Bilder und Wortwechsel aus dem Film „Das letzte kommt zum Schluss“. „Wenn du in den Himmel kommen willst, musst du zwei Fragen beantworten: Die eine heißt: Hast du Freude gehabt? Die andere: Hast du anderen Freude bereitet?“ Bewegend und emotional berührend war die Schlussrede im Film – wie jemand, der vor drei Monaten noch fremd war, über einen Menschen redet, der ihn zutiefst beeindruckt hat – und den Ausblick auf das Majestätische wagt. Das Ende kommt gewiss – und dann haben wir fantastischen Ausblick auf den Himmel.

Lektorenkurse – Menschen zu Andachten und mehr befähigen

Eine tolle Idee: Lektorenkurse für Interessierte anzubieten. Im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach laden wir zu zwei unterschiedlichen Formaten ein. Einen „kleinen“ Lektorenkurs für Menschen, die einfach mal in ihrer Gemeinde Andachten feiern wollen und genau dafür zugerüstet werden wollen. Oder den „großen“ Lektorenkurs für Menschen, die mehr wollen und gerne vor der Gemeinde stehen.
Informationen dazu gibt es bei Diana Engel, die im Kirchenkreis unsere Lektorenbeauftragte ist, am besten per Mail: diana.engel@kkbasa.de oder 03695-8532916.

An den Kosten soll die Ausbildung zum Lektor nicht scheitern, da gibt es durch Kirchenkreis und Kirchengemeinde sicherlich Fördermöglichkeiten. Daher: Nur Mut! Probieren Sie sich aus!

Als Informationen haben wir beide Angebote hier einmal zusammengefasst:

Erntedankfest mit Kirchfest feiern

Zu einem großen Erntedankfest lädt die evangelische Kirchengemeinde Tiefenort alle Gemeindeglieder und Interessierten am 2. Oktober um 14 Uhr in die Peterskirche ein. Dazu haben Christenlehre-Kinder eine kurze Aktion vorbereitet. Auch der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde will mit neuen Liedern zeigen, was in ihm steckt. 

Der Familiengottesdienst steht unter dem Motto „Mit der Erde kannst du spielen“. „Das Thema bewegt gerade ganz viele Menschen: wie wir mit der Erde umgehen, die uns so viel Gutes schenkt. Darauf wollen wir aufmerksam machen zum Erntedankfest, und Danke sagen. Danke den engagierten Tiefenortern, danke aber auch gegenüber Gott, der uns so viel Gutes schenkt“, sagt Pfarrer Thomas Volkmann. 

Im Anschluss lädt die Kirchengemeinde zu Ihrem traditionellen Kirchfest mit Kaffee, Kuchen und Bestem vom Grill ein. Damit soll zugleich auch der Abschluss der Radwegesaison gefeiert werden. Die Peterskirche in Tiefenort ist die bisher einzige Radwege-Kirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach sowie im Wartburgkreis. Sie ist für Besucher gewöhnlich täglich von Ostern bis Erntedank von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auch in diesem Jahr bittet die Kirchengemeinde um Erntedank-Gaben. Diese werden an den Ökumenischen Kindergarten St. Elisabeth in Bad Salzungen sowie an die Salzunger Tafel weiter gegeben. „Damit wollen wir gerade in der Krise diejenigen unterstützen, die am stärksten betroffen sind“, sagt Pfr. Thomas Volkmann. Während im Kindergarten noch selbst frisch gekocht wird, werden bei der Tafel vor allem haltbare Lebensmittel nachgefragt. Die Erntedankgaben können gerne bereits am Samstag zwischen 13 und 16 Uhr in die Kirche gebracht werden. Herzlichen Dank!

Alles auf Anfang: Abendgottesdienst in Tiefenort

Simon der Magier in der Apostelgeschichte

Der Abendgottesdienst in Tiefenort zum Thema „Alles auf Anfang – die Apostelgeschichte“ widmet sich am 14. August um 18 Uhr dem Zauberer Simon. Dabei geht es um die Frage, ob Zeichen und Wunder aus Glauben entstehen. Simon ist ein großer Zauberer, der viele Menschen in seinen Bann zog. Doch er lässt sich bekehren und taufen und bewundert die Zeichen und Wunder, die durch die Apostel getan werden.

Zeichen und Wunder sahen wir geschehen

„Zeichen und Wunder entstehen aus dem Glauben. Sie können den Menschen helfen, an Gott zu glauben. In der Tat sind sie ein Zeichen für Gottes Gegenwart, für sein Wirken unter uns.“, sagt Pfr. Thomas Volkmann, der Ortspfarrer in Tiefenort.  Aber kann Gott auch durch ihn, einen Zauberer, wirken? Und wie kann man sich Gottes Gabe erkaufen?

Gottesdienst mit anschließendem Imbiss

Als Prediger führt Pfarrer Henning Voigt durch den Gottesdienst, an der Orgel spielt Matthias Theuerkauf. Anschließend lädt der Gemeindekirchenrat die Gäste des Abendgottesdienstes zu einem sommerlichen Tiefenorter Imbiss in den Pfarrgarten ein. „Die Tiefenorter sind eine eingeschworene Gemeinschaft, in der Sie sich willkommen und ermutigt fühlen können. Wir freuen uns darauf, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen.“

Gemeindebrief Sommer 22 erschienen

Im neuesten Gemeindebrief halten wir Rückschau auf die Flüchtlingskrise, erzählen, wie und wo der Helferkreis Tiefenort engagiert war und berichten von unseren Weltgebetstags-Aktionen. Wir bieten Einblicke in unsere Konfirmanden-Arbeit, zeigen Bilder den aktuellen Konfirmationen und der ersten Jubelkonfirmationen in Langenfeld und Tiefenort, und ganz viele andere Themen. Und natürlich fragen wir uns: wo kriegen wir Kraft her in schweren Zeiten?
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Ganz viel Spaß hatten die Kinder beim Christenlehre-Abschluss in Tiefenort. Am 1. Juli gab es dort das Singspiel „Mose“ zu sehen, und die beiden Akteure Gaby und Amadeus Eidner verstanden es perfekt, die Kinder mit einzubinden.

Mose-Singspiel begeistert auf ganzer Linie

Sie erzählten die Geschichte zweier Holzwürmer, die von der Arche Noah aus nach Ägypten gekommen waren und dort am Nil strandeten. Die beiden bekamen mit, wie unbarmherzig der ägyptische Herrscher, der Pharao, mit dem Volk der Israeliten umging: Alle Söhne sollten getötet werden. Nur Mose wurde gerettet, weil er in einem Schilfkorb von der Tochter des Pharaos gefunden wurde.

Mose erhält eine königliche Ausbildung u.a. im Rechnen – und so einfach wie mit Eidners haben wir noch nie rechnen gelernt. Eigens für dieses Musical entstand ein „Mathe-Song“, und selbst die großen Kinder und die Erwachsenen waren begeistert.

Pyramidenbau mit Schuhkartons

Hand in Hand arbeiteten die Israeliten damals, um königliche Paläste und Pyramiden zu bauen. Alle waren gefragt, mit anzupacken, um mindestens 160 Schuhkartons zu einer Pyramide im Altarraum zusammenzustellen. Doch zuerst wurden die Aufseher bestimmt – einige Väter bekamen nicht nur den gelben Helm auf, sondern auch eine tragende Rolle zugewiesen.

Hand in Hand arbeiten alle zusammen, um die Pyramide fertigzustellen

Aber schließlich war es Zeit, die Sklavenarbeit zu beenden. Mose bat den Pharao, das Volk ziehen zu lassen – aber der lehnte ab.

Erst nach der 10. Plage ließ er das Volk widerwillig ziehen. Unter einem Tunnel von großen Wassertropfen konnte sich das Volk in Sicherheit bringen. 200 Ballons in Blau und in Weiß schwebten dazu auf die Kinder nieder – was für ein Bild.

Jana Volkmann aus ehrenamtlicher Christenlehre-Arbeit verabschiedet

Nun hieß es Abschied nehmen. Wir haben uns zuerst bei Gaby und Amadeus Eidner für den tollen Nachmittag bedankt. Dann haben wir schweren Herzens Jana Volkmann aus der Christenlehre-Arbeit in Tiefenort verabschiedet. Sie hat seit 2018 unsere drei Christenlehre-Gruppen aufgebaut und geleitet, Familiengottesdienste und Weltgebetstage mit vorbereitet und gefeiert und in der Konfirmandenarbeit tatkräftig unterstützt. Mehr als 35 Kinder hat sie in den Jahren begleitet. Für ihre ehrenamtliche Arbeit – neben der Ausübung ihres Berufs – gebührt ihr unser tiefster Dank.

Ab September werden wir nun die Christenlehre-Arbeit auf neue Füße stellen. Dann dürfen wir Gemeindepädagogin Doreen Pehlert bei uns im Team begrüßen.

Großes Kinder-Mitmach-Musical

Wir freuen uns riesig, am 1. Juli um 16 Uhr Gaby und Amadeus Eidner mit ihrem Singspiel „Mose“ in der Peterskirche in Tiefenort begrüßen zu können. In ihrem Kinder-Mitmach-Musical erzählen sie aus der Perspektive der beiden Holzwürmer Bohra und Bohris, was sie in Ägypten mit Mose erlebt haben.

Mose – wenn Holzwürmer eine Pyramide bauen

Dieser Mose ist irgendwie ein besonderer Typ. Geboren und in einem Schilfkörbchen auf dem Nil ausgesetzt, wird er von der Pharaonentochter gefunden und wächst im königlichen Palast auf. Aber er merkt bald, dass er anders ist. Er fühlt mit den Israeliten, die für den Pharao schuften müssen beim Pyramidenbau. Ihm gefällt nicht, wie das Volk geschlagen und unterdrückt wird. Und als er dann auch noch den Auftrag Gottes erhält, das Volk aus der Sklaverei zu befreien…

Für Bohra und Bohris wird es jedenfalls nicht langweilig – und für die Kinder sicherlich auch nicht. Die beiden verstehen es sehr gut, Kinder mit einzubeziehen. Ob man miteinander nicht auch Pyramiden bauen kann – so gaaannzzz große? Bringt dazu einfach einen zugeklebten Schuhkarton mit einer kleinen Süßigkeit mit.

Kaffee & Imbiss im Anschluss

Im Anschluss laden wir herzlich zu Kaffee und einem kleinen Kuchenbuffet ein und bitten um Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Tiefenort.

Schuhkarton-Basteln in Vorbereitung des Mose-Singspiels
Mose im Schilfkörbchen… und viele Kartons als Ziegelsteine für die Pyramiden.
Der brennende Dornbusch – und unsere Ängste…

Himmelfahrt in Langenfeld

Knapp 200 Menschen haben zu Christi Himmelfahrt einen großen Open-Air-Gottesdienst anlässlich der 725-Jahr-Feier von Langenfeld gefeiert, von dem sogar im Thüringen-Journal berichtet wurde.

Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler hat dazu eine interessante Predigt gehalten. „Der Volksmund sagt: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Naja. Da liegt es doch nahe, am Himmelfahrtstag auf die Wahrheit der – nein, … sondern der Kinder zu hören.“

Ihre Kernfrage war: Wie kann man den Himmel erden? Wenn Gott im Himmel wohnt, warum fällt er dann nicht herunter? „Weil Gott in einer Hütte wohnt, sagt ein Kind zu seinem Vater. Die Hütte steht auf Ziegelsteinen. Auf großen, schweren, dicken Ziegelsteinen. Die halten sie fest! Diese Hütte reicht hoch bis in die Wolken, aber sie steht fest auf der Erde.“

Wer Gott denkt, schaut nach oben, meinte die Regionalbischöfin, und fuhr fort: „Und wie gut tut dies vor allem in dieser Zeit: mal in den Himmel schauen zu können, wenn auf der Erde gerade Kriege toben und Menschen auf der Flucht vor Bomben und Raketen sind. Himmelfahrt bedeutet: Gott hält den Himmel für uns offen. Es ist Zeit zum Aufschauen! Der Blick in den Himmel schärft den Blick für die Erde. Wer genug gehimmelt ist, hat neue Kraft für das, was ihm vor den Füßen liegt.“

Hier hat Gottes Hütte das Fundament, unter uns. Hier und dort seine Hütte, Gottes Wohnung bei den Menschen. Und einer der Steine seiner Hütte seit 725 Jahren in Langenfeld. Ein dreiviertel Jahrtausend Geschichte Gottes vor Ort. Möglichkeit, ihm hier zu begegnen: Gott ist hier!

Viele Besucher waren angetan von der Musik – der Männergesangverein Langenfeld und die Blaskapelle Leimbach unterstützten uns und den Gebeten – Pfr. Rudolf Mader aus Möhra herzlichen Dank dafür. Etliche Menschen nutzten anschließend die Gelegenheit, mit ihr ins Gespräch zu kommen und sich mit einer Bratwurst und Getränken zu versorgen.

Der Himmel geht über allen auf

Markuskirche Langenfeld

Gemeinsamer Himmelfahrts-Gottesdienst zur 725-Jahr-Feier in Langenfeld –

„Himmelfahrt in Langenfeld – Der Himmel geht über allen auf“ – unter diesem Motto laden die evangelischen Kirchengemeinden Bad Salzungen, Langenfeld, Tiefenort, Möhra, Ettenhausen, Immelborn und Leimbach am 26. Mai zu einem gemeinsamen überregionalen Himmelfahrts-Gottesdienst an die Markus-Kirche nach Langenfeld ein.

Dort findet vor der Kirche um 10 Uhr ein festlicher Open-Air-Gottesdienst mit Regionalbischöfin Dr. Friederike Spengler aus Erfurt statt. Anlass ist die 725-Jahr-Feier des Ortes.

Dieser Gottesdienst wird festlich mit ausgestaltet vom Männergesangverein Langenfeld e.V. unter Leitung von Stadtkantor Hartmut Meinh