Hast du auf Fels gebaut?

Online-Gottesdienst zur Flutkatastrophe und zum Thema Gottvertrauen inmitten jeder Notlage

Hast du auf Fels gebaut oder hast du auf Sand gebaut? Diese Worte aus der Bergpredigt scheinen heute angesichts der Flutkatastrophe in Deutschland wie ein Bumerang zu wirken, sie hauen einen um, sie scheinen noch mehr auf die Situation einzuschlagen.

Dabei geht es Jesus hier um die viel grundlegendere Frage: Wem vertraust du? Worauf baust du im Leben? Wer ist der Fels in der Brandung, auf dem du stehst? An wem oder was orientierst du dich? Worauf verlässt Du Dich beim „Bau Deines Lebens“? Ein spannender Gottesdienst zum Thema Gottvertrauen und Hilfsbereitschaft, zum Problem der Überschwemmungen, ein Blick auf „Mein schiefes Häuschen” und zum Fundament unseres Lebens.

Mit diesem Gottesdienst verabschieden wir uns wie die vielen Störche in unserem Video aus der Radwegekirche Tiefenort in die Sommerpause. Alles Gute, Gottes Segen, gute Reise und schöne Ferien!

Radwegekirche in Tiefenort mit Gänsehaut-Feeling eröffnet

Musikalische Gestaltung und Predigt begeistert

Nun ist es offiziell: Tiefenort ist die erste Radwegekirche im Kirchenkreis. Am Sonntag wurde sie offiziell mit einem Festgottesdienst und einer Sternfahrt eröffnet. Es war ein Festgottesdienst mit Gänsehaut-Feeling, ein Gottesdienst, der anrührte. Gut 70 Radfahrer und Gäste aus nah und fern erlebten, wie Jochen Wölkner, Aliaksandra Eyring und Pfr. Thomas Volkmann mit einem „Halleluja“ und einem „You raise me up“ begeisterten. Gesang, Begleitung mit Klavier und Flöte, die Gebete, Lesungen und die Predigt griffen perfekt ineinander. Sie machten den Eröffnungsgottesdienst zur Radwegekirche zu einem besonderen Erlebnis. Dabei überreichte Propst Tobias Schüfer der Kirchengemeinde Tiefenort das Signet „Radwegekirche“. Es zeigt nun an der Eingangstür der Kirche an, dass die Peterskirche nicht nur für Radfahrer verlässlich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Radwegekirche sein heißt: Für andere ein Segen sein

„ Es ist gut, was ihr hier macht. Und dafür danke ich euch, dass ihr Gästen die Türe öffnet, Fremden nicht mit Misstrauen begegnet, euer Gotteshaus mit anderen teilt, zur Verfügung stellt. Wer weiß, was Gott mit ihnen hier vor hat,“ dankte Tobias Schüfer der Gemeinde für ihre Initiative. Es sei gut, wenn Menschen nicht enttäuscht vor verschlossener Türe stehen bleiben, meinte er in der Eröffnungspredigt. „Eure geöffnete Kirche sagt was über euch, sagt was über euren Glauben, sagt was über euer Vertrauen, sagt was über Gott. So werdet ihr selbst zum Segen für andere – so empfangt ihr selbst seinen Segen.“

Propst Tobias Schüfer und Rosemarie Rosenek bei der Übergabe des Signets „Radwegekirche“

Für ihre Initiative dankte auch Landrat Reinhard Krebs den Tiefenortern. „Über die Peters-Kirche in Tiefenort sagt man, es gäbe sieben Bauabschnitte zu sehen. Nun kommt eine neue Bedeutung hinzu: Radwegekirche sein.“ Als erste Radwegekirche im Wartburgkreis habe sie Vorzeigecharakter, und er wünschte sich, „dass jetzt viele Gemeinden im Bereich der Werra-Tourisitk nachziehen werden.“ Auch Bürgermeister Klaus Bohl hob in seiner Laudatio die Bedeutung der Radwegekirche für Bad Salzungen und Tiefenort hervor und sagte seine Unterstützung zu. Dies wurde anschließend bei einem Gespräch unterm Festzelt vertieft.

Sternfahrt zur Kirche „hat viel Spaß gemacht“

Zuvor starteten von 5 verschiedenen Punkten aus eine Sternfahrt zum Gottesdienst, an der sich etliche Radler beteiligten, so auch Pfr. Thomas Volkmann, der trotz Regen mit seiner Familie von Bad Salzungen aus losfuhr. „Die Kinder hatten ihren Spaß“, erzählte Martin Müller, der die „Klingeltour“ durch Tiefenort anführte. Sie fuhren von Hinweis-Schild zum nächsten Hinweis und fanden so zur Kirche.

Bereits 2019 kam die Idee auf, Radfahrer auf dem Werratalradweg nicht vor der verschlossenen Kirchentür stehen zu lassen. „Das wollten wir ändern“, sagte Pfr. Thomas Volkmann. Bereits 2020 sollte die Kirche als Radwegekirche eröffnet werden, durch Corona musste der Festgottesdienst damals ausfallen. „Seitdem waren wir in einer Erprobungsphase, haben durch viele Gespräche erfahren, was Radfahrer suchen, die in die Kirche gehen. Nicht nur das Gebäude zieht an. Sie wollen zur Ruhe kommen, spirituell auftanken, sich mit der Geschichte der Kirche auseinander setzen. Wir bieten geistliche Impulse zum Mitnehmen an, haben Bibel und spirituelle Texte liegen, laden ein, sich ins Gästebuch einzutragen oder ein Gebet ins Gebetsbuch einzuschreiben.“

Radwegekirche heißt: Mit Menschen auch über ihren Glauben im Gespräch sein

Die vielen Einträge zeigen, wie sehr die Kirche angenommen wird. „Schon jetzt waren Gäste aus der Schweiz und aus Norwegen da“, sagt Pfr. Volkmann, und er ist überzeugt: „Die offene Kirche ist eine gute Gelegenheit, mit vielen auch über ihren Glauben ins Gespräch zu kommen.“

Jochen Wölkner, Aliaksandra Exring und Thomas Volkmann begeisterten mit ihren musikalischen Beiträgen.

Radwegekirche Tiefenort wird eröffnet

Erste Fahrrad-Kirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach

Am Sonntag wird in Tiefenort die erste Radwegekirche im Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach eröffnet. Zu diesem Ereignis lädt die Evangelische Kirchengemeinde zu einem Festgottesdienst um 17 Uhr mit Propst Tobias Schüfer ein, der die Eröffnungspredigt halten wird.

„Wir haben lange auf dieses Ereignis hingefiebert“, erzählt Pfr. Thomas Volkmann. Bereits letztes Jahr sollte zum 19. April die Peterskirche als Radwegekirche eröffnet werden – doch Corona machte ein Strich durch die Rechnung. „Wir sind seitdem in einer Erprobungsphase, und unsere offene Kirche wurde bereits sehr gut angenommen.“ Direkt am Werratalradweg zwischen Bad Salzungen und Vacha gelegen konnten die Tiefenorter schon gut 1000 Besucher, u.a. aus der Schweiz und aus Norwegen begrüßen, die gerne einen Zwischenstopp einlegten. „Wer dann in unserer Kirche ist, fängt dann meistens auch an zu erzählen: aus seinem eigenen Leben und was ihn gerade so umtreibt.“ Viele suchten Abstand und Ruhe, kamen bewusst in die Kirche, um zu beten und spirituell aufzutanken, so Pfr. Volkmann weiter. Thematische Ausstellungen, eine Gebetswand, ein Gästebuch sowie Flyer und Broschüren zum Mitnehmen runden das Angebot ab. Die Radwegekirche ist zwischen Ostern und Oktober täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Zum Eröffnungsgottesdienst wird diese Jahr außerdem eine Sternfahrt nach Tiefenort angeboten. 5 Touren sind vorgesehen, so dass Radfahrer ganz bequem von Bad Salzungen (Parkplatz Puschkinpark), Merkers (Werrabrücke) über Kieselbach (Kirche), Hämbach (Unterm Lindenbaum), Dönges (Bushaltestelle) über Weißendietz nach Tiefenort finden. Die einfachste Tour ist die „Klingeltour“, beginnend am Schanzehof, mit der die jungen und alten Radfahrer quer durch den Ort geführt werden. Startpunkt ist jeweils 16.15 Uhr. Erkennbar sind die Ansprechpartner der Kirchengemeinde an ihren farbigen T-shirts mit dem neuen Emblem der Radwegekirche Tiefenort. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde dann zu einer kleinen Stärkung ein.

Barmherzig sein – echt jetzt?

Kann man Unrecht vergessen, verzeihen? Wie ist das, wenn einem Leid angetan wurde, jemand einen aus dem Weg räumen wollte, man abgeschoben wurde – kann man das jemals vergeben, verzeihen?

Die Josefs-Geschichte hat es in sich. Eine Geschichte von Schuld, versuchtem Mord, Sklavenhandel, Aufstieg, Vorsorge-Politik – und am Ende auch eine Geschichte von Vergebung und Versöhnung. „Ihr gedachtet es böse zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen…“ Ein steiler Satz, der hängen bleibt. Im Hintergrund klingt die Jahreslosung mit: Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.

Für alle, die es diesen Samstag Abend (26. Juni) um 18 Uhr nicht nach Langenfeld zum Johannisfest schaffen oder am Sonntag (27. Juni) nach Bad Salzungen (10 Uhr), ist dieser Kurzfilm entstanden.

Wir wünschen einen schönen Sonntag – und bleiben Sie behütet!


An Dreistigkeit nicht zu überbieten

Fenster am Pfarrhaus geklaut

Unbekannte haben in den vergangenen zwei Wochen insgesamt drei Fenster am Pfarrhaus in Tiefenort ausgebaut und mitgenommen. Sie haben sich Zugang in das Gebäude verschafft, ehe sie einmal auf der schwer einsehbaren Rückseite, dreisterweise dann an der Vorderfront zwei Fenster jeweils Donnerstags nach Feierabend herausgenommen und mit einer Decke und einer Folie die Lücken verschlossen haben.

Noch dreister war das Verschwinden des dritten Fensters. Die Fensterbauer hatten gerade in der unteren Etage jenes Fenster getauscht, als es innerhalb von zwei Stunden von der Baustelle verschwandt. „Die Kirchengemeinde wollte gerade dieses Fenster – ein Bleiglasfenster mit Kreuz, erhalten und umbauen lassen,“ erklärt Pfarrer Thomas Volkmann den Verlust. „Wir hätten gerne Fenster gegen eine Spende abgegeben, wenn man uns gefragt hätte. Aber so bleibt uns nur der Gang zur Polizei.“

Wer über den Verbleib des Bleiglasfenster etwas weiß, möge sich bitte bei der Polizeidienststelle in Bad Salzungen melden oder bei Pfr. Thomas Volkmann direkt. Für den Fall, dass das Fenster wieder zurück gestellt wird, wird von einer Anzeige abgesehen.

Gottesdienste live ab Pfingsten

Zu Pfingsten starten wir wieder mit Gottesdiensten live in den Kirchen Langenfeld und Tiefenort.

Bisher hatten wir in diesem Jahr mit Rücksicht auf die Inzidenz-Zahlen freiwillig auf Präsenz-Gottesdienste verzichtet. Seitdem die Inzidenzen unter 200 sind, sind Gottesdienste wieder mit bis zu 50 Personen möglich. Hier die Übersicht für die nächsten 4 Wochen.

Wir freuen uns darauf, Sie zu sehen – und hoffen für alle, dass wir die Corona-Pandemie gut überstehen.

23.05.21
Pfingsten
10:00 Uhr Festgottesdienst14:00 Uhr Festgottesdienst
30.05.21
Trinitatis
10:00 Uhr
06.06.21
1. So. n. Trinitatis
10:00 Uhr14:00 Uhr
13.06.21
2. So. n. Trinitatis
10:00 Uhr

Exaudi – höre mich – ich höre

Exaudi – höre, höre mich, höre mich heraus! So das Thema des Sonntags zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.

Höre mich! Was für eine flehende Bitte, gepaart mit der Sorge: Hört mich Gott, hört er mich überhaupt heraus?

Hören aber ist keine Einbahnstraße. Auf wen hören wir?  Hören wir noch auf die Bibel, auf Gott? Vielleicht entdecken wir, dass dann Gott mit uns spricht und wir aufmerksam werden auf ihn.

Wir wünschen allen einen gesegneten Sonntag. Bleiben Sie behütet!

Oster-Gottesdienst 2021

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!

So begrüßen sich seit alters her die Christen am Ostermorgen. Sie bekennen damit: der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden, das gilt auch für uns! Die freudige Botschaft breitet sich aus, kräftig, vielfältig, laut macht sie sich Luft. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Genau das feiern wir Ostern. Das Fest der Auferstehung. Das Leid hat ein Ende, der Tod ist besiegt, Hoffnung macht sich breit. Genau dafür steht in diesen Tagen für mich der Sonnenaufgang: der Sieg des Lichts über die Dunkelheit, über alle Finsternis.

Daher nehmen die Bilder vom Sonnenaufgang eine besondere Schlüsselstellung in diesem Gottesdienst ein. Dazu zieht sich der erste deutsche Osterhymnus durch den Gottesdienst, den Johann Sebastian Bach kunstvoll vertont hat und den Matthias Theuerkauf festlich auf der Orgel intoniert: Christ ist erstanden!

Hier der LInk dazu: https://youtu.be/XTSKtBXvCjk

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Sie dürfen uns gerne finanziell unterstützen. Möglichkeiten, uns Ihrer Spende zukommen zu lassen, finden Sie unter www.kitie.de/spenden.

Wir wünschen Ihnen allen, wo auch immer Sie uns zuschauen, ein gesegnetes Osterfest! Bleiben Sie behütet!

Kreuzige, kreuzige ihn!

Gottesdienst zu Karfreitag aus der Markus-Kirche in Langenfeld

Dieser Karfreitag hat es in sich: anders kommt er daher als in den Jahren zuvor. Stiller als sonst – obwohl Karfreitag ja eigentlich immer still begangen wird, also ohne Glocken, ohne viel Kirchenmusik, ohne Blumen. Sinnbildlich für den Karfreitag dafür steht das Kreuz und die Dornenkrone im Mittelpunkt. Da sind wir genau richtig in der Markuskirche in Langenfeld mit den schönen Kreuzen dort und der Dornenkrone auf dem Altar.

Aber da beschäftigt uns so viel, was wir an das Kreuz schlagen wollen: und da wird es laut, hämmern die Schläge auf dem Kreuz: Unsere Wut, unseren Hass, all unsere Resignation, die ganze Trauer. Da geht es auch um Schuld und um Opfer – auch in der gegenwärtigen Situation. Wie häufig rufen wir innerlich aus: „Kreuzige, kreuzige ihn!“

Das ist das Thema dieses Gottesdienstes. Darin geht es um Schuld und Opferbereitschaft – aber auch um Vergebung. In einer außergewöhnlichen Aktion schlagen Ehrenamtliche schließlich all unsere Wut, Hass, Trauer, Resignation und vieles andere, was Menschen gerade beschäftigt, ans Kreuz.

Der Gottesdienst ist unter https://youtu.be/9p5s50BE3rE zu finden.

Karfreitag und Ostern in diesem Jahr online

Ostern ist wieder alles anders. „Gerne hätten wir Ostern in unseren Kirchen in Tiefenort und Langenfeld gefeiert – doch angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen mit Inzidenzen von über 400 sagen beide Kirchengemeinden alle Präsenz-Gottesdienste ab“, sagte uns Pfr. Thomas Volkmann. „Wir haben stattdessen online-Gottesdienste aufgenommen, die Karfreitag und Ostern auf unserer Internetseite www.kitie.de abrufbar sind.“ Außerdem ist die Kirche in Langenfeld zum Gebet über Ostern geöffnet. Die Radwegekirche in Tiefenort wird ebenfalls schon Karfreitag und dann täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet sein. Dort kann man auch einen Kreuzweg mit 10 Stationen und ein Osterpanorama entdecken.

Der Gottesdienst zu Karfreitag kommt in diesem Jahr aus der Markuskirche in Langenfeld. Er steht unter dem Thema „Kreuzige, kreuige ihn!“ Darin geht es um Schuld – aber auch um Vergebung. In einer außergewöhnlichen Aktion schlagen Ehrenamtliche schließlich all unsere Wut, Hass, Trauer, Resignation und vieles andere, was Menschen gerade beschäftigt, ans Kreuz.

Die Auferstehungsfeier in Tiefenort stellt den Satz: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ in den Mittelpunkt. Umrahmt von festlicher Orgelmusik geht Pfr. Thomas Volkmann der Ostergeschichte auf den Grund, erzählt von dem leeren Grab und all den Zweifeln, die die Auferstehung auslöste. „Ostern macht klar: All das Leid, aber auch der Tod haben nicht das letzte Wort“, bringt Pfr. Volkmann auf den Punkt. „Das lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken!“