Bestattung – Trauer und Begleitung

Ein letzter Dienst in Würde: Wir begleiten Sie in Ihrer Trauer

Der Abschied von einem geliebten Menschen ist einer der schwersten Wege, die wir im Leben gehen. In diesen Tagen sind Gefühle oft ein unentwirrbares Bündel aus Schmerz, Wehmut, Dankbarkeit und manchmal auch einer stillen Wut. Alles fühlt sich zugleich riesengroß und völlig kraftlos an.

In dieser Zeit suchen Menschen oft nach Halt – und manchmal auch nach Mut. Den Mut, sich zu melden, gerade wenn der Kontakt zur Kirche lange abgerissen war. Vielleicht geht es Ihnen so.

Zu uns können Sie auch dann kommen, wenn es Ihnen schwerfällt. Für uns spielt das keine Rolle. Wir verstehen unsere Aufgabe als seelsorgerliche Fürsorge – für Sie in Ihrer Trauer und für den Verstorbenen, dessen Glaube vielleicht wichtig war und den wir achten und würdigen wollen.

Ihr Abschied, so individuell wie das Leben, das gefeiert wird

Für uns steht im Mittelpunkt, was Ihnen und dem Verstorbenen wichtig ist. Eine Abschiedsfeier in der Kirche oder an einem anderen Ort soll kein standardisiertes Ritual sein, sondern ein authentisches und passendes Bild eines einzigartigen Lebens malen.

  • Im persönlichen Gespräch nehmen wir uns Zeit. Zeit, um das Leben Revue passieren zu lassen – mit allen Höhen und Tiefen. Hier darf gelacht werden über schöne Erinnerungen und geweint über den Schmerz des Verlustes. Hier darf auch das Unvollkommene, das Schwierige oder Unausgesprochene zur Sprache kommen. Denn ein wahrer Abschied braucht Raum für das ganze, widersprüchliche Bild eines Menschen – nicht nur für ein verklärtes Porträt. Gemeinsam finden wir die Worte, die Lieder und die Zeichen, die zu dieser besonderen Person und Ihrer Beziehung passen.
  • Die Feier selbst ist dann ein Raum der Würdigung. Wir danken für das, was der Mensch gegeben, berührt und hinterlassen hat. Wir stellen ihn unter den letzten, großen Zuspruch Gottes, der von Anfang an sein Begleiter war: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ (Jesaja 43,1).

Keine Frage des Geldes, sondern der Haltung

Wir wissen, dass in dieser belastenden Zeit auch praktische Fragen drängen. Unser seelsorgerlicher und liturgischer Dienst ist für Sie kostenlos. Wir tun das nicht umsonst, sondern weil wir von einer Hoffnung und einer Liebe reden, die über den Tod hinaus gilt und die nicht in Geld aufzuwiegen ist. Wir nehmen uns gerne die Zeit für Sie!

Getragen von einer größeren Hoffnung: Ihre Zeit steht in Gottes Händen

Unsere christliche Tradition bietet in der Trauer einen starken Halt, der tiefer reicht als alle frommen Sprüche. Es ist der Halt eines Versprechens:

Wir vertrauen darauf, dass kein menschliches Leben – mit all seiner Freude und seinen Brüchen – in der Bedeutungslosigkeit endet. Der Satz „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Psalm 31,16) ist für uns kein Trostpflaster, sondern die ernste und tröstliche Gewissheit: Dieses Leben war und ist geborgen. Vom ersten bis zum letzten Atemzug ist es von Gottes Liebe umfangen, gesegnet und getragen.

Eine Bestattung bei uns ist daher beides zugleich: Ein ehrlicher Abschied in aller Traurigkeit und ein behutsames Loslassen in diese größere Geborgenheit hinein.

Warum Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns wenden können

Weil dieser Dienst zum Kern unseres Auftrags gehört. Seit jeher begleiten christliche Gemeinden Menschen durch die großen Übergänge des Lebens – und der Tod ist der tiefste davon. Wir tun das nicht nur aus Tradition, sondern mit professionalisierter Kompetenz und seelsorgerlicher Haltung.

  • Professionell ausgebildet: Ich habe als Pfarrer ganz bewusst eine zusätzliche Klinische Seelsorgeausbildung (KSA) absolviert, um besser mit Menschen arbeiten zu können. Diese intensive, pastoral-psychologische Fortbildung (u.a. nach Carl Rogers) schärft die Fähigkeit, Trauerprozesse sensibel zu verstehen und Menschen in existenziellen Krisen professionell zu begleiten.
  • Ein verlässliches Netz: Wir arbeiten mit Bestattern, Friedhofsverwaltungen und z.B. dem ambulanten Hospizdienst zusammen. Wir können Ihnen helfen, den organisatorischen Weg in dieser überfordernden Zeit zu finden.
  • Ein dauerhaftes Angebot: Die Begleitung endet nicht mit der Beisetzung. Wir laden zu Trauercafés, Gedächtnisgottesdiensten ein und haben ein offenes Ohr, auch wenn die erste Woge der Trauer vorüber ist.

Ihr nächster Schritt

Sie müssen in diesen Tagen nicht alles allein entscheiden und tragen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Ein erstes Gespräch verpflichtet zu nichts – es ist einfach ein Raum, um Luft zu holen, zu erzählen und gemeinsam zu überlegen, wie ein Abschied aussehen könnte, der trägt.

Ihre Kirchengemeinde – für Sie da, von der ersten bis zur letzten Stunde.

Abschied und Emotionen mit Musik ausdrücken

Im Gespräch bei Ihnen zu Hause, im Haus des Verstorbenen, im Seniorenheim oder bei mir im Pfarramt können Sie gerne Musikwünsche einbringen. Vielleicht hat der Verstorbene selbst Musik gemacht – wir spielen das ein. Gerne singen wir selbst Lieder, die dem Verstorbenen wichtig waren – bei aller Last hilft uns das in unserer Trauer! Wir lassen uns anrühren von alten und neuen Texten und mit hineinnehmen in eine Perspektive, die größer ist als das, was wir vor Augen haben: Gottes Blick auf unser Leben. 

Bekannte Lieder/Musikstücke

Hier eine kleine Liste an bekannten Liedern, die gerne zu kirchlichen Trauerfeiern gespielt und gesungen werden:

  • Meine Zeit steht in deinen Händen
  • Von guten Mächten wunderbar geborgen (637 BT)
  • So nimm denn meine Hände (376 BT)
  • Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand (533 BT)
  • Mögen Engel dich begleiten

Traditioneller / „kirchlicher“

  • Ach, bleib mit deiner Gnade (347 BT)
  • Befiehl du deine Wege (361 BT)
  • Wer nur den lieben Gott lässt walten (369 BT)
  • Jesus lebt, mit ihm auch ich (115 BT)
  • Jesus, meine Zuversicht (526 BT)
  • Christus, der ist mein Leben (316 BT)
  • Meine Hoffnung und meine Freude (697 BT)
  • Aus der Tiefe rufe ich zu dir (629 BT)
  • Komm, Herr, segne uns (170 BT)
  • Bewahre uns Gott, behüte uns, Gott (171 BT)
  • Der Mond ist aufgegangen (482 BT)
  • Bleib bei mir, Herr (488 BT)

moderner

  • Let it go
  • Einmal seh’n wir uns wieder
  • Amazing grace
  • Halleluja

Jahreszeitlich / nach Kirchenjahreszeit

  • Wir danken dir, Herr Jesu Christ
  • Stille Nacht, heilige Nacht

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